Kinder im Mittelalter

Unterschiedliche Kinder

Wenn wir von Kindern im Mittelalter sprechen, und davon, von wem und wie sie erzogen und ausgebildet wurden, wie und was sie spielten, was und wie viel sie aßen usw., dann müssen wir die unterschiedlichen Gebiete betrachten, in denen Kinder existierten. Es gab Klöster als Orte der Erziehung, wo Bildung und Gottestreue als oberste Priorität angesehen wurde. Stadtkinder unterschieden sich von Dorfkindern in Art der Erziehung und ihrer Ausbildung. Kinder von adligen Herren genossen natürlich mehr Bildung und Erziehung usw.

Wir betrachten deshalb in folgendem Text das Leben der adligen Jungen und Mädchen und stellen am Ende den starken Gegensatz zu Kindern auf dem Land dar.

Inhalt

Die Taufe der Kinder

Durch Wolfram von Eschenbach’s Zeitgenossen, Gottfried von Straßburg, erfahren wir, dass die Kinder sechs Wochen nach ihrer Geburt getauft wurden, und dass die Mütter selbst die Täuflinge zur Kirche trugen:

”Nun, daß die Fraue gut und rein der Not genesen sollte sein und sollte nach sechs Wochen, wie den Frauen ist gesprochen, mit ihrem Sohn zur Kirche gehn, nahm sie ihn auf die Arme hin und trug ihn selbst mit holdem Sinn zum Gotteshaus, wie ziemlich war, und als sie christlich zum Altar den Kirchgang angetreten mit Opfern und Gebeten, auch schönem Ingesinde, da war dem kleinen Kinde die heilige Taufhandlung bereit, dass es das Zeichen der Christenheit in Gottes Namen empfinge. Als nun, was Brauch und Sitte ist beim Taufen, alles bereitet war, da trat der Pfaff, der Täufer, dar und fragte nach dem Kindelein, wie denn sein Name sollte sein.”

Ein Säugling wird getauft

Eine adlige Frau trägt ihren sechs Wochen alten Säugling in die Kirche, damit dieser getauft werden kann.

Einteilung des Kindesalters in drei Lebensalter

Das Mittelalter unterteilte die Lebensalter der Kinder in drei Stufen: 1. die Infantia, 2. die Pueritia und 3. die Adolescentia.
Die Infantia dauerte von der Geburt bis zum Ende des 6. Lebensjahres. Für Prediger dieser Zeit waren die Kinder ab dem 7. Lebensjahr dann nicht mehr vollständig von ihren Eltern abhängig. Aber bis dahin wurden die Eltern ermahnt, sich gut um das abhängige Kind zu kümmern.
Die Pueritia dauerte bei Mädchen vom 7. bis zum 12. Lebensjahr und bei Jungen vom 7. bis zum 14. Lebensjahr. Für die Menschen offensichtliche Anzeichen für das Verlassen dieser Entwicklungsstufe war die gute Ausprägung des Sprachvermögens, erweiterte soziale und moralische Empfindungen und das beachtliche logische Denkvermögen. Interessanterweise wurde demnach schon im Mittelalter beobachtet, dass Mädchen in diesem Alter früher reif erscheinen als gleichaltrige Jungen. Nach der Ausprägung dieser Merkmale erachtete man die die Jungen und Mädchen als eigenständige Mitglieder der Gesellschaft und konnte sie verheiraten. Ab dem 12. Jahrhundert konnten sie dann selbst entscheiden, ob sie die Heirat eingingen oder nicht.Ab dem 7. Lebensjahr begann auch für manche Kinder der Schulalltag oder die Ausbildung, wie in den folgenden Absätzen gesondert für Mädchen und Jungen aufgeführt wird.
Die Adolescentia, das Jugendalter, setzte ab dem 12. bzw. dem 14. Lebensjahr ein. Viele Autoren sprachen ab diesem Alter von dem vermehrten Drang der Jugendlichen zur Sünde. Ab jetzt durften die Jugendlichen auch die letzte Ölung empfangen, falls sie frühzeitig verstarben.

Die Kinder der Adligen

Die Namen der Mädchen

Wurde ein Mädchen geboren, so wurde ihm bei der Taufe in der Regel ein altdeutscher Name beigelegt, wie Adelheid, Bertha, Diemuth, Edellind, Guta, Gertrud, Hazicha, Hedwig, Hemma, Heilwig, Hildegard, Hildegund, Kunigund, Mathild, Mechthild, Richinza oder Rilind. Daneben kamen allerdings schon seit dem 8. Jahrhundert die fremden, dem christlichen Heiligenregister entlehnten Namen vor und mehr und mehr in Anwendung. Noch im 12. Jahrhundert überwogen die nationalen Namen, vom 13. Jahrhundert an die fremden Namen. Aus bäurischen Kreisen sind uns in Minneliedern des 13. Jahrhunderts sehr charakteristische Frauen- und Mädchennamen überliefert, und zwar in „Glanz und Schimpf”. Zu den glänzenden Namen gehörten Engel, Freude, Liebe, Minne, Rose, Wonne; zu den schändlichen Namen gehörten Geiß, Igel, Jutze, Hetze, Matze, Metze.

Die Erziehung und Bildung der Mädchen

Die erste Erziehung der Mädchen wurde in der höfischen Gesellschaft selbstverständlich den Müttern anvertraut. Die weitere Ausbildung fand entweder im elterlichen Haus oder in Nonnenklöstern oder an befreundetn Fürstenhöfen statt. In gut regierten Klöstern stand eine Schulmeisterin („diu schuole meisterin”) dem Unterricht der Mädchen vor. An fürstlichen Höfen war zu demselben Zweck ebenfalls eine „Meisterin” tätig. Noch im 12. Jahrhundert scheint sich die Erziehung der Mädchen auf das Beibringen von Handfertigkeiten und Haushaltskünsten beschränkt zu haben. Später, als die hausmütterlichen Scheren und Nadeln dem steigenden Kleiderluxus und dem raschen Modenwechsel nicht mehr standhalten konnten und gewerbsmäßige Schneider und Schneiderinnen die Bekleidungssorgen übernommen hatten, gewannen Frauen und Mädchen “von Welt” mehr Zeit, auch ihren Geist zu schulen. Sie wurden demnach in den “geistlichen Künsten”, d. h. im Lesen und Schreiben unterrichtet und hatten darin einen Vorsprung vor ihren männlichen Standesgenossen, unter welchen diese Künste so selten waren, dass selbst ein so großer Dichter wie Wolfram von Eschenbach und ein so sprachgewandter Reimer wie Ulrich von Lichtenstein weder lesen noch schreiben konnten. Der Letztgenannte schildert uns in seinen Denkwürdigkeiten in Reimen („Der vrouwen dienest”), welche aber zumeist sehr ungereimt sind, seine komische Not, dass er ein “Büchlein”, d. h. einen gereimten Minnebrief, den er von seiner „Herrin” empfangen hatte, zehn Tage lang ungelesen lassen musste, weil sein Schreiber und Leser gerade nicht anwesend war.

Das Bild der jungen Frau

Wie die ritterlich-höfische Welt das Weib als ihren Mittelpunkt betrachtete und dasselbe, wenigstens in der Theorie, sozusagen als ihre “Zentralsonne” verehrte, so war die Frau auch der Pol, um den sich die höfische Poesie bewegte. Daher ist es verständlich, dass sich die Frauen als Gönnerinnen und Schützerinnen der Literatur hervortaten. Auf den Tischen ihrer Kemenaten müssen wir uns die zierlich geschriebenen und bemalten Liederbüchlein der Minnesänger wie die schwerfälligen Pergamentbände versammelt denken, auf deren Blättern die Lieder von der Nibelungen Not, Hartmanns “Iwein”, Wolframs “Parzival” und Gottfrieds “Tristan” aufgezeichnet waren. Wohlerzogene Frauen und Mädchen verstanden sich auf das Singen und Sagen, d. h. auf das mit der Zither oder Harfe begleitete Vorsingen der lyrischen und auf das richtig betonte Vorlesen der epischen Dichtungen. Von einer gebildeten jungen Dame verlangte man Geschicklichkeit in zierlichen Handarbeiten, Fertigkeit im Lesen und Schreiben, im Singen und Musizieren, sowie wohl auch noch Kenntnis der einen oder anderen fremden Sprache.

Die Erziehung der Jungen

Die Erziehung der Kinder männlichen Geschlechtes zielte von Anfang an auf die Aneignung ritterlicher Fertigkeiten und höfischer Sitten ab, während die „geistlichen Künste”, d. h. die gesamte höhere Geisteskultur nur sehr nebensächlich beachtet und der persönlichen Strebsamkeit überlassen wurden, sofern die Söhne adeliger Häuser, besonders jüngere, nicht von Klein auf zu Klerikern bestimmt waren. In diesem sehr häufigen Falle trat der kirchliche Unterricht schon sehr frühzeitig ein. Mit dem siebten Lebensjahr wurde der Knabe aus der Frauenkemenate in den männlichen Lebenskreis hinübergestellt. Wo der Vater nicht selbst die Erziehung des Sohnes übernahm, erhielt dieser einen “Zuchtmeister” oder er wurde bei einem befreundeten Ritter „in die Zucht” gegeben oder schließlich mit anderen seiner Alters- und Standesgenossen an einem Fürstenhof erzogen.

Ein Edelknabe serviert seiner Herrin ein Getränk

Ein Edelknabe wird von seinem Herrn darin unterwiesen, wie er seiner Herrin ein Getränk zu servieren hat.

Die Leibesübungen, Einweisung in die Künste der Jagd, des Turniers und des Krieges waren natürlich für die jungen „Edelknechte”, für die „Junkherren” die Hauptsache.

Ritterliche Zucht

Ein Edelknabe wird in ritterlicher Zucht geübt, indem er das Schießen mit einer Armbrust erlernt.

Doch wurden sie auch im „Christenglauben”, in der höfischen Anstandslehre, im Singen, im Spielen auf der Harfe, der Zither und der Fidel unterwiesen. Auch zum Erlernen fremder Sprachen versuchte man ihnen Gelegenheit zu geben, wie ja auch das Reisen in fremde Länder schon als Bildungsmittel galt. Eine edle Seite dieser ritterlichen Erziehung war, dass man den Jünglingen, und sogar schon den Knaben, das Verhältnis des Mannes zum Weibe in idealistischem Licht zu zeigen versuchte und den „Frauendienst” (im besten Sinne des Wortes) als eine unerlässliche Pflicht des höfischen Mannes und rechten Ritters darstellte. Ulrich von Lichtenstein, der im Jahre 1222 durch den Herzog Leopold den Glorreichen zum Ritter geschlagen wurde und danach dir ritterliche Romantik bis zur grotesken Narrheit überspannte, berichtet:

”Als ich noch ein kleiner Junge war, hört’ ich gar oft lessen und sagen, daß niemand rechte Würde und Ehre zu erwerben vermöchte, wer nicht guten Frauen sonder Wank dienstbereit ware”

Höfische Unterweisung

Edelknaben werden einer höfischen Unterweisung unterzogen, indem sie das Spielen auf einer Fidel erlernen.

Der Ritterschlag

Mit dem 14. Lebensjahr galt die Erziehung des “Junkherrlein” in der “Höfischkeit”, die ja keineswegs nur eine Lehre des äußeren Anstandes, sondern auch eine ernste Pflichenlehre war, für vollendet. Der Jüngling war jetzt wehrfähig und machte als „Knappe” im Dienste eines Ritters einen praktischen Lehrkursus durch. Seine Knappenzeit verschaffte ihm kriegerische Erfahrungen, lehrte ihn, da sie ihn ja wohl auch mit seinem kreuzfahrenden Herrn ins „heilige Land” oder ins „heidnische Preußenland” oder mit einem kaiserlichen „Römerzug” ins sonnige Welschland führte, Welt und Menschen kennen, bot ihm Gelegenheit, die Tüchtigkeit von Kopf und Hand zu bewähren, weihte ihn nicht selten in die Geschäfte des Staates und in die Geheimnisse der Höfe ein. Nach so bestandener Probezeit tat sich ihm bei einer passenden Gelegenheit der Kreis der Ritterschaft auf, indem er den Ritterschlag erhielt, was in einfacher Form vor einer anhebenden Schlacht oder nach errungenem Sieg auf der Walstatt, in feierlicher Stimmung bei großen Hof- und Kirchenfesten vor sich ging. Im letzteren Fall lag es beim Knappen selbst, ob er sich mittels andächtiger nächtlicher „Waffenwacht” in einer Kirche oder Kapelle, oder mittels Beichte und Abendmahl gehörig vorbereitete.

War dies getan, so reichte ein Priester dem vor dem Altar knieenden und mit einem weißen Gewand bekleideten Kandidaten das Ritterschwert. Hierauf hatte er in einer Versammlung von Rittern und Damen die Rittergelübde zu leisten, die darauf abzielten, die Kirche zu schützen, dem Lehnsherren treu, hold und gewärtig zu sein, keine ungerechte Fehde zu beginnen, Witwen und Waisen zu schirmen, die Frauen zu ehren. Nach geleistetem Gelöbnis legte man ihm die Ritterrüstung, also Panzer, Halsberge, Arm- und Beinschienen, an, schnallte die goldenen Sporen an seine Fersen, legte das Wehrgehenk um seine Hüfte und so gekleidet empfing er knieend von der Hand eines Ritters den Ritterschlag, d. h. drei mit der flachen Klinge auf die Schulter gegebene Schläge. Dem neu geschlagenen Ritter reichte man schließlich Helm, Schild und Lanze und führte ihm sein Ross vor, auf das er sich in voller Wehr und ohne den Steigbügel zu berühren schwingen musste, um es reiterkunstgemäß im Kreise zu tummeln. Den ethischen Sinn des Ritterschlages hat Gottfried angegeben da, wo er in seiner schönen Schilderung von Tristans „Schwertleite” den alten Marke zu seinem Neffen sagen lässt:

“Nun dir das Schwert gesegnet ist und nun du Ritter worden bist, so erwäge den Ritterpreis zumeist und auch dich selber, wer du sei’st, deine Geburt und Edelkeit habe vor Augen allezeit. Sei demütig und ohne Trug, sei wahrhaft, halte Zucht und Fut, sei immer gegen Arme gut und gegen Reiche hochgemuth, ziere und werthe deinen Leib, ehre und schirme jedes Weib, der Welt sei mild und sei getreu, deine Milde und Treue sei immer neu!”

Ein Ritter bei der Waffenwacht

Bild 268: Ein Ritter zu sein, bedeutet im Mittelalter nicht immer ruhmreiche Schlachten zu schlagen und holde Jungfrauen zu erobern. Wie auf diesem Bild, das einen Ritter bei der Waffenwacht zeigt, war der Alltag eines Ritters auch langweilig. Andere Ritter wussten nichts mit sich und ihrer Zeit anzufangen und erkämpften sich durch Scharmützel einen schlechten Ruf.

Die Bauernkinder

Im Vergleich zu den adligen Kindern sah der Alltag der Kinder auf dem Land bedeutend unterschiedlich aus. Die Sterblichkeit der Kinder war auf dem Land wohl besonders hoch. Die meisten Kinder starben noch, bevor sie das erste Lebensjahr erreichten. Als psychische Folge daraus banden sich die Eltern höchstwahrscheinlich automatisch nicht so sehr emotional an ihr Kind. Sie wussten, dass bald ein neues Kind geboren werden würde, das seinen Platz einnehmen konnte. Als Folge daraus bekam das Kind weniger Zuneigung und Liebe – mit all den sozialen und emotionalen Folgen.

Auf ihre Erziehung und Bildung wurde kein besonderer Wert gelegt. Vielmehr wurde es dem Umfeld des Dorfes überlassen, dass die Kinder in diese Gesellschaft hineinwuchsen, indem sie den Eltern und Verwandten beim Singen und Erzählen zuhörten, bei Festen die betrunkenen und tanzenden Erwachsenen beobachten, die Arbeit der Erwachsenen durch Beobachten und Nachahmen erlernten und sich mit den anderen Bauernkindern auseinandersetzen mussten.

Kinder auf dem Land wurden von den Eltern, die oft am Rande des Erträglichen lebten, als kostenlose Arbeitskräfte und Altersversorgung angesehen. Deshalb mussten sie auch schon auf dem Feld mitarbeiten, sobald sie laufen und mit ihren Händen arbeiten konnten. Ab dem Zeitpunkt trugen sie auch die gleiche Kleidung wie die Erwachsenen und bekamen ihr Arbeitspensum auferlegt. Wurde dieses Arbeitspensum nicht erreicht, so erwartete die Kinder schwere körperliche Strafen. Konnten sie jedoch ihre Arbeit vollends erledigen, so durften auch sie sich im Dorf, auf dem Feld oder im Wald eine Beschäftigung suchen. Auch bedingt durch die harte Arbeit der Eltern, wurde wohl auf gemeinsame Aktivitäten größtenteils verzichtet und die Kinder sich selbst überlassen. Sogar Säuglinge waren längere Zeit unbeaufsichtigt; es wird sogar von einem Fall berichtet, als ein unbeaufsichtigter Säugling von einem Hausschwein aufgefressen wurde.

Ein Dorffest im Spätmittelalter

Ein Dorffest im Spätmittelalter oder der frühen Neuzeit (Anklicken zum Vergrößern). Dargestellt sind im Hintergrund die Dächer der Stadt. Manche Bauern tanzen, manche streiten und schlagen sich, viele trinken und spielen, Frauen unterhalten sich und im Vordergrund wird ein Säugling von seiner Mutter (oder einer Amme) gestillt.

Schluss

Schon bei den Kindern im Mittelalter wird deutlich, wie die Unterschiede zwischen arm und reich, die sich durch die gesamte mittelalterliche Gesellschaft zogen, hervortreten und das Leben und den gesamten Lebensweg der Menschen beeinflussten. Es wird deutlich, dass ein Bauernjunge niemals die gleichen Chancen haben konnte wie ein adliger Junge Ritter zu werden. Auch wenn wir uns in unserer heutigen Gesellschaft leider wieder weiter von einer Chancengleichheit in der Bevölkerung entfernen, indem es immer mehr Reiche und immer mehr Arme gibt, haben wir die festgefahrenen mittelalterlichen Strukturen noch nicht erreicht. Damit diese mittelalterliche Klassengesellschaft aber auf keinen Fall wieder eingerichtet werden kann, müssen wir alle zusammenhalten und der Politik dort Riegel vorschieben, wo wir unsere Rechte in Gefahr sehen. Deshalb kann es gar nicht wichtig genug sein, wenn sich schon Kinder oder Jugendliche für Politik interessieren und sich selbst eine Meinung bilden dürfen.

Zum Schluss noch eine interessante These, die besagt, dass der Glaube an Zwerge von Zeichnungen aus dem Mittelalter stammt, oder von diesen zumindest verstärkt wurde, auf denen kleine Gestalten an und in Bergschächten arbeiteten. Tatsächlich stellten diese „Zwerge” Kinder dar, die noch nicht ausgewachsen waren und deshalb in die engen Stollen geschickt wurden, um Rohstoffe abzubauen. Heute würde man Kinderarbeit dazu sagen und es (zumindest bei uns offiziell) verbieten.

Quelle:

  • Scherr, Johannes: Germania. Zwei Jahrtausende deutschen Lebens kulturgeschichtlich geschildert. S. 123-126. Verlag von W. Spemann. Stuttgart, ohne Jahr (um 1890).

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