Klima im Mittelalter

Update: Wir haben eine Seite über das Wetter im Mittelalter erstellt, auf der alle außergewöhnlichen Wetter- und Klimaerscheinungen des Mittelalters aufgelistet werden.

Klimawandel

Das Klima auf unserem Planeten unterliegt natürlichen Schwankungen und wie man auf den Bildern über das Klima weiter unten sehen kann, waren die durchschnittlichen Temperaturen im Mittelalter über viele Jahrzehnte hinweg noch höher als unsere heutigen Durchschnittstemperaturen. Dadurch unterlag die Epoche des Mittelalters einem extremen Klimawandel: Menschen im Frühmittelalter lebten in einer viel kälteren, rauheren, nasseren Welt als Menschen im Hochmittelalter – zumindest auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.
Und so gibt es auch Heute noch einen steten Klimawandel, der vielleicht momentan von den Menschen in Richtung Erwärmung beschleunigt wird. Bei allen heutigen Meldungen zum Klimawandel ist aber extreme Vorsicht geboten, da die aktuelle Entwicklung eher einer Massenbeeinflussung ähnelt – sowohl bei den Klimaskeptikern als auch bei den Klimapanikmachern. Deshalb immer die Meldungen zu der globalen Erwärmung vor dem Licht der natürlichen Schwankungen überprüfen, bevor man sie glaubt. Alle extremen Wettervorkommnisse und Temperaturrekorde gab es schon im Mittelalter – und damals wurden sie auch zu politischen Zwecken missbraucht – bspw. wenn Jagd auf Juden gemacht wurde, weil die Ernte vom Regen ertränkt wurde.

Inhalt

Temperaturen im Mittelalter

die temperaturen im mittelalter im vergleich zu den heutigen temperaturen!

Wie man an der Grafik erkennen kann, liegen die Temperaturen im Frühmittelalter, also zwischen 500 und 900, deutlich unter den heutigen Durchschnittswerten.

Die niedrigen Temperaturen und das feuchte Klima führten zu dichten Urwäldern in Deutschland, die Platz für wilde Tiere boten. Diese Tiere wurden wegen ihres Fleisches und der Felle, die die Menschen als Schutz vor der Kälte trugen, gefagt. Die Kindersterblichkeit war hoch und Gelenkerkrankungen waren häufig. Und genauso rau wie das Wetter waren auch die Menschen. Die überwiegend jugendliche Bevölkerung war draufgängerisch und regelte Streitigkeiten mit Waffen, die nicht selten zum Tode führten. So hielt sich die Bevölkerungszahl stetig in Grenzen.

Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert gab es einen Temperaturrückgangng. Ebenso zwischen 750 und 850. Danach stiegen die Temperaturen stetig an, was unter anderem die Besiedlung Islands (874) und Grönlands (999) durch die Wikinger zur Folge hatte.

Im Hochmittelalter zwischen 1000 und 1300 herrschten sogar weitaus höhere Temperaturen als heute.

Ab ca. 1300 begann dann der stetige Temperaturrückgang als Anfang der kleinen Eiszeit (von ca. 1400 bis ca. 1850).

Klima im Mittelalter

das klima und die klimaschwankungen im mittelalter!

Zwischen 400 und 600 n. Chr. kann man auf der Grafik ein nasses und kühles Klima erkennen. Zu dieser Zeit stießen die Gletscher nochmals vor ehe sie ab dem 6. Jahrhundert wieder durch ein gemäßigteres Klima zurückgedrängt wurden.

Zwischen 750 und 850 siegte nochmal das kühle Klima und die Gletscher traten wiederum etwas hervor.

Das Klima mäßigte sich wieder bis um 900 und wurde wurde seitdem stetig tockener und wärmer. Dies beschreibt auch eine Aufzeichnung vom Sommer 1022 aus dem Staatsarchiv Nürnberg:

“…dass viel Leut umb Nürnberg auff den Strassen vor grosser Hitz verschmachtet und ersticket, deßgleichen sind auch alla Früchte auff den Feldern, Gärten und Wiesen auch Ackern verdorret und verbrenet, auch sein viel Brunen Flüsse Weyher und Bäche vertrocknet und versieget, wie dann umb Nürnberg alle Bäche und Weyher biß auff fünff vertrocknet und und zwey Brunen vor grosser Hiz versieget, dardurch grosser mangel am Wasser entstanden ist.”

Zitiert nach: Rüdiger Glaser, Klimageschichte Mitteleuropas, 2001; S. 61

Erst ab dem Beginn der kleinen Eiszeit (um 1400) siegte wieder nasses und kühles Klima.

Eine kurze und geringe Klimaverschlechterung kann noch am Anfang des 12. Jahrhunderts beobachtet werden.

Das mittelalterliche Klimaoptimum

Das “Mittelalterliche Klimaoptimum” bezeichnet die globale Warmphase zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert.

Damals waren die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter viel größer als heutzutage. Das hatte folgende Ursachen:

Die Zugbahnen der Zyklonen waren um 3-5 Breitengrade nördlicher als heute. Dadurch verringerte sich die Anzahl der Kaltlufteinbrüche in Mitteleuropa und die Niederschläge, die eine Begleiterscheinung der Zyklonen sind, verringerten sich ebenfalls. Das Azorenhoch griff im Sommer bis auf Deutschland über, was die Temperaturen in den Sommermonaten immens ansteigen ließ.

Andererseits bestimmte das Russlandhoch, durch die nördlichere Lage der Westwinddrift, die Witterung in den Wintermonaten. Eisige Winter mit viel Schnee waren die Folge.

Wie man aus den beiden Grafiken (oben) erkennen kann, waren die Temperaturen zu dieser Zeit höher und das Klima milder als heute. Das wiederum führte zu heute ungewöhnlichen Bildern in Europa:

In Island konnte zu dieser Zeit Getreide angebaut werden und durch den Temperaturanstieg war der Ostgrönlandstrom eisfrei und ließ eine Besiedlung durch die Wikinger um 1000 zu. Der Name “Grönland” (Deutsch: Grünland, Englisch: Greenland) stammt ebenso aus dieser Zeit und beschreibt die grünen Wiesen, die auf Grönland gediehen. Das heißt Grönland war teilweise grün und eisfrei. Zum Vergleich ein Satellitenfoto aus heutiger Zeit:

Quellen belegen, dass der Weinanbau zu dieser Zeit sogar in Schottland praktiziert wurde und Feigenbäume wuchsen bis in den Kölner Raum. Die Waldflächen gingen von 3/4 auf 1/5 der Fläche zurück und boten Platz für die Landwirtschaft. Die Menschen hatten genug zu Essen und die Bevölkerungszahl schwoll an. Es entstanden viele neue Städte und die herrliche Baukunst der Gotik versinnbildlichte das optimistische Lebensgefühl der Bevölkerung. Doch die positive Entwicklung wurde ab dem 14. Jahrhundert, mit Beginn der einsetzenden “Kleinen Eiszeit”, jäh beendet:

“Im Jahre des Herrn 1342, am zwölften Tage vor den Kalenden des August, das war am Sonntag vor Jacobi, schwoll der Main so stark an wie nie zuvor, dass er oberhalb der Stufen des Würzburger Doms und darüber hinaus die ersten steinernen Statuen umspülte. Die Brücke mit ihren Türmen, die Mauern und viele steinerne Häuser in Würzburg stürzten zusammen. In diesem Jahr gab es eine ähnliche Überschwemmung in ganz Deutschland und anderen Gebieten. Und dieses Haus wurde durch Meister Michael von Würzburg erbaut.”

Zitiert nach: Rüdiger Glaser, Klimageschichte Mitteleuropas, 2001; S. 200

6 Kommentare:

  1. naja, Grönland war mit Sicherheit nicht eisfrei, im Gegenteil, die Eismasse war ähnlich groß wie heute, wenn eisfrei, wäre der ua. Meeresspiegel um rund 5m höher gelegen…aber, es war etwas milder als heute in hohen nördlichen Breiten und es waren einige schmale Regionen um Grönland tatsächlich grüner als heute, der Permafrost war etwas weiter zurück gedrängt. Daher der Name, aber nicht weil es kein od. deutlich weniger Eis gegeben hätte!

  2. Ich brauche di Klimadaten vom Jahr 800-1200. BIIIITTTTTEEE

  3. Heringlehner Herbert

    Die Natur regelt sich selber der Mensch hat darauf keinen Einfluß die Erde wird die Menschen weiter überleben aber der Mensch die Erde nicht zu jeder Zeit wie heute sind so Spinner und Selbst ernannte Umweltheinis unterwegs die nur Panik verbreiten durch bezahlte Lobbyisten und den unseriösen Medien und Politiker ohne zu wissen welche Folgen Ihre Aussagen für den Arbeiter hat in Deutschland. Hier herrscht eine regelrechte Panikmache durch falsche Gutachten und bezahlte Lobbyisten.
    Heringlehner Herbert

  4. Ich finde der klimaschutz sollte neu überdacht werden oder sich selbst überlassen werden! Die Gelder sollten besser in den Umweltschutz fließen den unsere Umwelt kann man sauber machen

    Mfg

  5. bernd pilatzki

    von wegen menschengemacht…
    Propaganda mit finanziellen Absichten!

  6. Zwischen den Jahren 1000 und 1405 sicherlich keine klimaaktivisten über unseren Kontinent gewusst die waren mit ganz anderen Dingen beschäftigt diese wissenschaftlichen Erkenntnisse die sie hier veröffentlichen müssen viel intensiver in diese ganze Klima history mit eingebaut werden. Es gab immer heiße und kalte Phasen und das was wir momentan erleben ist ein natürliches Phänomen sicherlich durch Umwelteinflüsse und Umweltfrevel in der Vergangenheit ein bisschen mehr angefeuert wie normal

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