Trockenheiten

Um 406: Trockenheit

An manchen Orten herrschte glühende Trockenheit, an anderen drohten Wasserfluten.

542: ausgezeichnete Witterung

Nach einem warmen Sommer wurde es im Herbst noch einmal so warm, dass es zum zweiten Mal Obst und sogar Trauben gab.

ca. 590: ausgedehnte Trockenheit

Von Januar bis September gingen aufgrund der großen Trockenheit fast alle Feldfrüchte ein – ausgenommen des Weins, der vorzüglich wurde. Außerdem kamen Heuschrecken-Schwärme über das Land und kamen im folgenden Jahr wieder.

676: dreijährige Dürre in England

In England und dem westlichen Deutschland dauerte die Dürreperiode 3 Jahre lang an. Daraufhin folgte eine Hungersnot, die kaum auszuhalten war; Menschen stürzten sich ins Meer. Darunter waren auch Gruppen von bis zu 40 Personen auf einmal.

Als die Sachsen sich schließlich taufen ließen, fiel aus heiterem Himmel reichlich Regen. Die Erde wurde wieder blühend und es folgte ein reichliches Jahr. Zu dieser Zeit herrschte in England und Irland ein ganz andere Klima als heutzutage, denn sowohl in England las auch in Irland gedieh der Weinstock.

737 bis 741: Trockenheit

Selbst in den nördlichen Gegenden Europas gab es zu jener Zeit mehrere aufeinanderfolgende, außerordentlich trockene Jahre.

772: Trockenheit unter Karl dem Großen

Als Karl der Große gegen die Sachsen zog und die Irmensäule zerstörte, litt sein Heer sehr druch die herrschende Trockenheit. Auch die Belagerung der Festung Ehresberg, Stadtberg in Westphalen, wurde durch den Mangel an Wasser erschwert.

811: Dürre

Auf die Trockenheit folgten Insektenschwärme, die über das Meer nach Italien kamen und dort über die Feldfrüchte herfielen und somit großen Schaden anrichteten.

ab 849: Dürreperiode

Die Trockenheit dauerte ab 849 drei Jahre lang und war am drückendsten in den Rheingebieten, wo sie die Menschen zu schrecklichen Taten brachte. Noch im Jahr 852 hielt die Dürre an und es kamen Heuschreckenschwärme über das Land und verheerten alles.


Quelle:

Dr. Friedrich Schnurrer: Die Krankheiten des Menschengeschlechts historisch und geographisch betrachtet: Der historischen Abtheilung… Theil. Vom Anfang der Geschichte bis in die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts, Band 1, Tübingen: Osiander Verlag, 1823


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*