Die Schlacht bei Worringen

Schlacht bei Worringen (5. Juni 1288)

Ein Streit um das Herzogtum Limburg entzweite den Herzog Johann von Brabant und den Graf von Luxemburg. Beide Männer legten einen Tag für ein Treffen fest, bei dem über ihre jeweiligen Ansprüche entschieden werden sollte. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass zu diesem Treffen nur Ritter auf Pferden und keine Fußsoldaten kommen durften.

Der Herzog von Brabant war mit dem französischen Königshaus sehr nahe verwandt und erhielt daher von den Franzosen große Unterstützung; der Connetable von Frankreich, der Großmarschall sowie mehrere Ritter vom Hof des französischen Königs fanden sich ebenfalls in Worringen (auch Vöhringen) ein. Insgesamt hatte damit der Herzog von Brabant 1.500 Ritter auf Pferden zur Verfügung, wovon die meisten Brabanter, Flandrer, Franzosen und Henuegauer waren. Der Graf von Luxemburg konnte auf 1.300 Ritter zurückgreifen, die meist aus den Ardennen, Geldern und der Pfalz kamen.

Das Treffen wurde als Ritterturnier ausgerichtet und begann geordnet. Dabei sollte der Sieger derjenige sein, der nicht aufgab. Da aber keiner der Ritter auf beiden Seiten aufgeben und fliehen wollte, wurde es nach und nach immer blutiger. Erst als schon 500 Ritter auf beiden Seiten niedergestreckt wurden – darunter der Graf von Luxemburg mit drei Brüdern und die Grafen von Geldern und Lootz – sah sich die luxemburgische Seite genötigt, aufzugeben. Die Überlebenden auf Seiten Luxemburgs wurden gefangen genommen. In der Folge dieses Sieges vereinigte der Herzog von Brabant Limburg mit seinen eigenen Staaten. [2, S. 610]

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