Niederlage der Thüringer

Niederlage der Thüringer im Jahr 528

Der thüringische König Hermenefried (auch Herminafried u. Ä. genannt) hatte, mit Hilfe des fränkischen Königs Theodorich, seine Brüder ermorden lassen, damit er den alleinigen Anspruch auf den Thron hatte. Dafür hatte er den Franken versprochen, Teile seines Gebiets abzutreten. Als Herminafried sich aber weigerte, den Franken das versprochene Gebiet zu überlassen, kam es zum Krieg zwischen den Thüringern und den Franken.

Landkarte der Schlacht an der Unstrut im Jahre 526Niederlage der Thüringer bei der Schlacht an der Unstrut im Jahre 526 [6]

Die Franken wurden von den Königen Theodorich und Chlotar angeführt. Sie überschritten den Rhein und zogen mit ihren Streitkräften in Richtung Thüringen. Die Thüringer warteten auf ihre Feinde in einem befestigten Lager. Vor dem Lager hatten die Thüringer Gräben gezogen, die sie leicht mit Ästen und Gras bedeckt hatten, so dass die Franken sie nicht erkennen konnten. Und als die Franken mit voller Kraft auf das Lager zustürmten erlitten sie tatsächlich beträchtliche Verluste durch Stürze in die versteckten Gräben.

Dann kam es aber trotzdem noch zur offenen Schlacht, in der Herminafried und sein Heer geschlagen und danach bis an die Unstrut zurückgedrängt wurden. Dort stellte er sich erneut dem fränkischen Heer und erlitt eine erneute, vernichtende Niederlage. Der Fluss Unstrut war nach der Schlacht mit so vielen toten Thüringern bedeckt, dass man die toten Körper wie eine Brücke benutzen konnte, um über den Fluss zu laufen. Nach diesen beiden Siegen hatten die Franken nicht nur die versprochenen Gebiete erobert, sondern hatten die Herrschaft über ganz Thüringen erlangt. [1, S. 21f]

Quellen

  1. Kausler, Franz Georg Friedrich von: Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker. Dritter Band: Von dem Untergange des weströmischen Reiches bis zum Anfange der Kreuzzüge. Im Verlag der Stettin’schen Buchhandlung. Ulm, 1829.
  2. Kausler, Franz Georg Friedrich von: Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker. Vierter Band: Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts. Im Verlag der Stettin’schen Buchhandlung. Ulm, 1833.

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