Niederlage der Slawen

Die Niederlage der Slawen im Jahr 1164

Herzog Heinrich der Löwe von Sachsen und König Waldemar von Dänemark verbündeten sich und führten einen erfolgreichen Krieg gegen die Slawen. Bei Verchen, gut 3 Kilometer von Demmin entfernt, vereinigte Heinrich seine Soldaten zu einem großen Heer. Er ließ die einzelnen Heerteile befehligen von den Grafen Adolf von Holstein, Günzel von Schwerin, Rainold von Ditmarsen und Christian von Oldenburg.

Heinrich selbst blieb mit dem Reserveheer und dem Gepäck zurück in Malchow. Die Slawen hatten sich bei Demmin versammelt und wurden befehligt von ihrem Fürsten Pribislaw und den pommerschen Fürsten Boleslaw und Casimir. Sie boten Herzog Heinrich mehrere tausend Mark, falls er in den Frieden einwilligte. Doch Herzog Heinrich wies diesen Vorschlag zurück.

Dies überzeugte die Slawen davon, dass mit Heinrich keine Aussöhnung möglich und eine Rettung höchstens in einer Schlacht gefunden werden könnte. Die Slawen schlossen daher in der nächsten Nacht das Lager der „Deutschen“ von allen Seiten ein. Am nächsten Morgen schickten die Deutschen eine Reiterschar zur Besorgung von Lebensmitteln. Da griffen die Slawen von den Höhen aus die Reiterschar an, drängten sie zurück, folgten und eroberten das Lager. Dabei wurden die Grafen Rainold und Adolf getötet.

Ab diesem Zeitpunkt war der Sieg für die Slawen vollkommen. Die Grafen Günzel und Christian standen mit etwa 300 Rittern etwas entfernt als sie vom Angriff und der Niederlage hörten. Daher waren sie im Zweifel, ob sie gegen die Übermacht der Feinde eingreifen sollten. Aber als sich die Slawen plündernd im Lager zerstreuten und sich die geflohenen Sachsen erneut sammelten, sahen die Grafen Günzel und Christian ihre Chance zum Angriff auf die unvorbereiteten Feinde.

Als sich die Deutschen gemeinsam auf die Slawen stürzten, gelang es ihnen, das Lager wieder zu erobern. Dabei wurden 2.500 Slawen getötet und die restlichen bis in die Gegend von Stolpe verfolgt und niedergehauen. Dies geschah unter Führung des gerade eingetroffenen Herzogs Heinrich. [2, S. 255]

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