Schlachten im Mittelalter

Einleitung

Bei den zahlreichen Kriegen, die es im Mittelalter gab, kam es zu einer noch größeren Zahl von Schlachten. Die Kriegsparteien trafen nicht nur einmal aufeinander. Viele Schlachten waren nötig, um einen Krieg zu entscheiden. Ein Krieg ist der gesamte Konflikt, zwischen mindestens zwei Parteien. Schlachten sind die Kämpfe, die die beteiligten Parteien führen, um den Krieg zu gewinnen und den Konflikt zu beenden. Hier sind alle bedeutenden Schlachten, auf deutschem Boden, in einer Zeittafel dargestellt.


Zeitgenössische Darstellung der Schlacht bei Mühldorf 1322. Aus Un itinéraire européen. Jean l´Aveugle, comte de Luxembourg et roi de Bohême 1296 – 1346, hg. von Michel Margue (1996) S. 47 Abb. 26, gefunden bei Wikimedia Commons

Inhalt

Schlachten zur Merowingerzeit (5. Jahrhundert bis 751)

486 Schlacht bei Nogent

Der fränkische König Chlodwig I. verband sich mit mehreren fränkischen Fürsten, forderte den letzten römischen Statthalter Afranius Syagrius, der zu Soissons seinen Wohnsitz hatte, zur Schlacht heraus und schlug ihn bei Nogent entscheidend.

Syagrius flüchtete sich zu dem König Alarich II. der Westgoten, der ihn aber an Chlodwig auslieferte. Er wurde auf den Befehl Chlodwigs im Gefängnis hingerichtet.[1, S. 6]

496 Schlacht bei Tolbiac (Zülpich)

Die Alemannen fielen in das Gebiet der Franken ein. Die Franken vereinigten daraufhin ihre Streitkräfte, die den Königen Chlodwig und Siegbert folgten, und rückten  den Alemannen entgegen. Bei Zülpich, im Westen Deutschland in der Nähe von Köln, stießen beide Heere aufeinander.

Der Kampf war zäh und die Franken schienen kurz vor der Aufgabe, als König Siegbert schwer verwundet wurde. Aber der noch heidnische Chlodwig gelobte, den Gott der Christen anzuerkennen, falls er ihm den Sieg in dieser Schlacht schenken sollte. Mit dem Mut der Verzweiflung stürzte er sich mit der Spitze seiner besten Truppen auf die Alemannen, die den gewaltigen Gegenstoß nicht aushalten konnten. Der König der Alemannen wurde in der Schlacht getötet, sein Heer in Unordnung gebracht und die Franken errungen einen vollständigen Sieg. Ein Teil der Alemannen unterwarf sich Chlodwig, ein anderer Teil unterwarf sich dem ostgotischen König Theodorich.[1, S. 8f]

528 Niederlage der Thüringer

Der thüringische König Hermenefried (auch Herminafried u. Ä. genannt) hatte, mit Hilfe des fränkischen Königs Theodorich, seine Brüder ermorden lassen, damit er den alleinigen Anspruch auf den Thron hatte. Dafür hatte er den Franken versprochen, Teile seines Gebiets abzutreten. Als Herminafried sich aber weigerte mehr…

555 Niederlage der Franken durch die Sachsen

Der fränkische König Chlotar wollte die kriegerischen Sachsen unterwerfen und setzte sich mit seinem Heer in Richtung Sachsen in Bewegung. Als die Franken an die Grenze des sächsischen Gebiets vordrangen, machten die Sachsen einen Vorschlag zur gütlichen Einigung. Chlotar schien, diesen Vorschlag annehmen zu wollen, aber sein aufgebrachtes Heer drängte ihn, in die Schlacht zu ziehen.

Einen ganzen Tag lang dauerte die Schlacht gegen die Sachsen, bis am Ende die Franken geschlagen wurden. Nachdem sie einen bitteren Verlust erlitten hatten, sah sich König Chlotar genötigt, die Sachsen um Frieden anzuflehen. [1, S. 127]

562 Niederlage der Avaren durch die Franken

Die Avaren drangen bis zu den östlichen Grenzen des fränkischen Reichs vor. Sigibert I. war zu dieser Zeit König von Austrien. Er setzte sich mit seinem Heer gegen die Avaren in Marsch und brachte ihnen in der Schlacht eine Niederlage bei. Die Avaren wurden daraufhin zum Rückzug gezwungen und ein Frieden zwischen Franken und Avaren wurde geschlossen. [1, S. 130]

566 Niederlage der Franken durch die Avaren

Fünf Jahre nach der ersten Begegnung mit den Franken, tauchte der Chan der Avaren erneut auf und zog gegen die Grenzen des fränkischen Reiches. Diesmal waren die Avaren besser auf das fränkische Heer eingestellt. Sigibert I., der sich erneut den Avaren stellte, wurde geschlagen und gefangen genommen. Er konnte jedoch den Chan so sehr für sich gewinnen, dass dieser ihn freiließ und eine Freundschaft zwischen den beiden Männern entstand. [1, S. 131]

612 Schlacht bei Toul

König Theodebert II. von Austrien zwang seinen Bruder Theodorich II., König von Burgund, das Elsaß abzutreten. Daraufhin erklärte Theodorich II. seinem Bruder den Krieg. Er stellte bei Langres ein Zeer auf und marschierte mit diesem in die Ebenne von Toul, wo er auf das austrasische Heer unter Theodebert stieß.

Es kam zu einer erbitterten Schlacht, in der die Austrasier entscheidend geschlagen wurden. Theodebert wurde zum Rückzug gezwungen und floh bis nach Köln. Aber Theodorich folgte ihm. [1, S. 165]

612 Schlacht bei Tolbiac (Zülpich)

Nach der missglückten Schlacht bei Toul besorgte sich der austrasische König Theodebert II. sächsische und thüringische Hilfstruppen, um sich seinem Bruder Theodorich erneut entgegenzustellen. Theodorich kam durch die Ardennen und zog in Richtung Zülpich vor. Dort kam es zu einer mörderischen Schlacht, die zunächst ausgeglichen war, am Ende aber Theodorich als Sieger hervorging.

Die Anzahl der Toten soll in dieser Schlacht so hoch gewesen sein, dass die Leichname an manchen Stellen noch stehend angetroffen wurden, weil so viele Soldaten in der Nähe ebenfalls getötet wurden. Die fliehenden Austrasier wurden bis nach Köln verfolgt und der ganze Weg bis dorthin war mit ihren Leichen bedeckt. Theodebert wurde schließlich gefangen genommen und die königliche Würde entzogen. Danach wurde er in Ketten nach Chalons abgeführt, wo ihn Brunhilde hinrichten ließ. In Folge dieses wichtigen Sieges wurden die Königreiche Austrasien und Burgund vereint. [1, S. 167]

613 Schlacht an der Aisne

Nach dem Tod Theodorichs II., dem König von Austrasien und Burgund, boten die Austrasier dem König Chlotar von Neustrien ihre Krone an und schlossen somit Theodorichs II. ältesten Sohn Sigibert von der Thronfolge aus.

Brunhilde von Austrien flüchtete daraufhin mit ihren drei jüngeren Söhnen nach Worms. mehr…

631 Schlacht bei der Wogastisburg

Der König der Franken, Dagobert I., zog gegen die Wenden in den Krieg, weil deren König Samo zuvor fränkische Gesandte respektlos behandelt hatte. Dabei brachte er den lombardischen König Arioald dazu, nach Friaul vorzudringen. Auch der Herzog der Alemannen, Chrodebert, marschierte mit seinem Heer mehr…

642 Schlacht an der Unstrut

Herzog Radulf von Thüringen hatte sich unabhängig von Austrasien gemacht. Um ihn wieder zum Gehorsam zu bewegen, versammelte der fränkische Hausmeier Grimoald in Austrasien ein Heer unter der Führung von dem jungen König Siegbert und zog mit diesem über den Rhein. mehr…

680 Schlacht bei Laon

Unter der Regierung Theodorichs III. brachte der mächtige Hausmeier Ebroin durch Anmaßung und Willkür die meisten Großen von Neustrien gegen sich auf. Daher flohen die Großen aus Neustrien nach Austrasien, wo sie von den Hausmeiern Chlodulf und Pippin dem Jüngeren unterstützt wurden. Zusammen zogen sie an der Spitze eines Heeres in Richtung Laon, wo sie auf Ebroin trafen. Dort kam es zu einer erbitterten Schlacht, in der die Austrasier nach langem Widerstand vollkommen geschlagen wurden. Ebroin setzte den verbliebenen Flüchtigen nach, tötete unzählige und fiel verheerend in Austrasien ein. [1, S. 229f]

687 Schlacht bei Tertry

Der fränkische Merowingerkönig Theoderich III. befand sich, wegen falscher Ratschläge seinen unfähigen Hausmeiers Bertharis, im Krieg mit dem austrasischen Hausmeier Pippin der Mittlere. Pippin durchstreifte mit einem Heer die Grenze zwischen Austrasien und Neustrien und schlug ein Lager bei Tertry auf, das sich zwischen Peronne und St. Quentin befand. Bertharis zog mit dem König Theoderich und einem neustrischen Heer auf Tertry zu, wo es zum Zusammenstoß kam.

Das neustrische Heer wurden in dieser Schlacht fast vollkommen geschlagen und Pippin der Mittlere erklärte sich als Sieger. Bertharis selbst wurde auf der Flucht getötet. Der fränkische König Theoderich wurde in Paris von Pippin gefangen genommen. Aber als „Schattenkönig“ ließ Pippin ihn weiterleben, während er selbst alle Regierungsgewalt auf sich übertrug. Die Königswürde blieb zwar weiterhin eine vererbbare Würde – die Macht aber hielten die Hausmeier in den Händen. [1, S. 231]

690 Niederlage der Friesen

Radbod, Herzog der Friesen, entzog sich der Oberherrschaft des fränkischen Königs Theoderich, weshalb der Hausmeier Pippin gegen ihn in den Krieg zog, um seinen Einfluss zu wahren. Das austrasische Heer unter Pippin besiegte Radbods Truppen in einer offenen Schlacht und verwüstete sein Land. Radbod sah sich gezwungen, Geißeln zu stellen, um seine Treue zu sichern und musste die Oberherrschaft der Franken anerkennen. [1, S. 234]

695 Schlacht bei Dorestad

Der friesische Herzog Radbod versuchte nach fünf Jahren erneut, sich von der Oberherrschaft der Franken zu befreien. Er dehnte die Grenzen seines Landes bis an den Rhein und die Maas aus. Pippin zog deshalb erneut gegen ihn ins Feld und schlug ihn in einer blutigen Schlacht bei Dorestad.

Radbod konnte zwar entkommen, aber Pippin setzte seine Einfälle in Friesland so lange fort, bis sich Radbod freiwillig unterwarf. Um weiteren Aufständen vorzubeugen, vermählte Pippin seinen Sohn Grimoald mit einer Tochter von Radbod. [1, S. 235]

716 Niederlage der Austrasier

Raganfried verwaltete als Hausmeier des unfähigen Chilperichs II. die Angelegenheiten Neustriens und beschloss einen Krieg gegen Karl Martell, der als Hausmeier an der Spitze Austrasiens stand. Raginfred verbündete sich mit dem friesischen Herzog Radbod, der zu den neustrischen Truppen stoßen wollte. Aber Karl Martell zog ihm entgegen und verwickelte Radbod in eine Schlacht. Jedoch erlitt Karl eine komplette Niederlage mit großen Verlusten und musste vor Radbod fliehen. [1, S. 244]

716 Schlacht bei Amblève (heute Amel)

Die Neustrier und die Friesen hatten nach der Niederlage des austrasischen Hausmeiers Karl Martell freie Fahrt, in Austrasien einzufallen. So verheerten sie große Gebiete Austrasiens, ohne auf großen Widerstand zu treffen. Als der neustrische Hausmeier Raganfried seine Neustrier mit reicher Kriegsbeute nach Hause führen wollte, wurden er und seine Truppen bei Amblève in den Ardennen von Karl Martell überfallen. Die Neustrier wurden bei diesem Überfall geschlagen und erlitten große Verluste. [1, S. 245]

717 Schlacht von Vincy (21. März)

Raganfried wollte sich wegen der bei Amblève erlitten Niederlage an Karl Martell rächen. Auch Karl Martell rüstete sein Heer zur Fortsetzung des Konfliktes auf. Beide Heere errichteten sich bei Cambray ein Lager und beobachteten den Feind gegenüber. mehr…

718 Niederlage der Sachsen an der Weser

Nach der Schlacht von Vincy verfolgte der austrasische Hausmeier Karl Martell die fliehenden Soldaten des neustrischen Heeres, um deren Streitmacht so gut es ging zu schädigen. Aber Kunde von Sachseneinfällen an der Weser zwang Karl Martell die Ausnutzung seiner Vorteile gegen die Neustrier aufzugeben und gegen die Sachsen zu ziehen. Er versammelte sein Heer, marschierte an die Weser, wo er auf die Sachsen traf und brachte ihnen eine vernichtende Niederlage bei. So hatte das austrasische Heer in kürzester Zeit zwei erfolgreiche Schlachten geschlagen. [1, S. 248f]

719 Eroberung von Narbonne (Exkurs muslimische Expansion)

Im Jahr 711 fielen muslimische Truppen aus Berbern und Arabern in Spanien und Portugal ein und eroberten fast die gesamte iberische Halbinsel, wo sich zuvor die christlichen Westgoten niedergelassen hatten. Spanien und Portugal standen zu dieser Zeit also unter muslimischer Herrschaft und der Eroberungsdrang der Muslime führte dazu, dass sie zum ersten Mal die Pyrenäen überquerten und damit die Freiheit des gesamten europäischen Festlandes bedrohten. Die hierauf folgende Entwicklung der muslimischen Expansion entscheidet also auch darüber, ob West- und Mitteleuropa in den folgenden Jahren ebenfalls unter muslimische Herrschaft fallen.

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719 Schlacht bei Soissons

Raganfried, der mächtige Hausmeier von Neustrien, schloss ein Bündnis mit dem Herzog Odo von Aquitanien gegen Austrasien. Bei Paris vereinigten sich die Heere von Raganfried und Odo und marschierten dem Heer Karl Martells entgegen. Bei Soissons trafen beide Seiten aufeinander und es kam zu einer Schlacht, die Karl Martell erneut für sich entscheiden konnte. Die unterlegenen, flüchtigen Feinde verfolgte er bis nach Orleans. Herzog Odo nahm den Schattenkönig Chilperich II. und seinen reichhaltigen Schatz mit sich über die Loire, während sich Raganfried unterwarf und die Stelle des Hausmeiers von Neustrien zugunsten Karl Martells aufgab. Karl Martell vereinigte somit die Macht über Austrasien und Neustrien in einer Person. [1, S. 250]

727 Niederlage der Bayern

Grimoald hatte in Bayern das Erbe seines Neffen Hugibert an sich gerissen und diesem die Würde als Fürst entzogen. Hugibert suchte daraufhin Hilfe bei Karl Martell und seinen Franken, der sich an seine Seite stellte. Grimoald zog diesem Bündnis an der Spitze seines Heeres entgegen und überquerte die Donau. Es kam zu einer Schlacht, bei der Grimoald gegen die Franken unterlag und fliehen musste. Auf der Flucht wurde er auch noch durch einen Meuchelmörder getötet und Karl Martell konnte den vertriebenen Hugibert wieder als Herzog von Bayern einsetzen. [1, S. 251f]

732 Schlacht bei Tours und Poitiers (Exkurs muslimische Expansion)

Nach der Niederlage des Herzogs Odo von Aquitanien an der Dordogne verwüsteten die Mauren ungehindert Perigord, Saintogne, Angoumois und Poitou im heutigen Westfrankreich. Die Muslime hatten also schon das heutige Süd- und Westfrankreich unter ihre Gewalt gebracht und bedrohten somit auch Mitteleuropa mit dem heutigen Deutschland. Bei Tours und Poitiers sollte es zur Entscheidungsschlacht kommen. mehr…

743 Schlacht bei Epfach am Lech

Karl Martell hatte vor seinem Tod das Reich in drei Teile und seinen Söhnen zugeteilt. Aber die beiden älteren Söhne Karlmann und Pippin verbündeten sich gegen den jüngsten Sohn Grifo und wollte ihm das Erbe streitig machen. Grifo suchte daraufhin Hilfe bei seinem Schwager, Herzog Odilo von Bayern, der mit dem Herzog der Alemannen, Theobald, einen Verbündeten hatte. Sie zogen in ein festes Lager am rechten Ufer des Lech. mehr…

Schlachten im Frühmittelalter

754 Schlacht in den Alpen

Der lombardische König Aistulf hatte mehrere Städte des Herzogtums Rom angegriffen. Daraufhin hatte ihn der fränkische König Pippin zur Rückgabe aufgefordert. Als als sich Aistulf weigerte, brach Pippin mit einem Heer über die Alpen auf, um Aistulf seinem Willen zu unterwerfen. Aistulf wiederum sendete den Franken ein Heer entgegen und in den Engpässen der Alpen, bei Maurienne, kam es zu einer Schlacht mit der Vorhut der Franken. In dieser Schlacht wurden die Lombarden geschlagen und bis nach Pavie zurückgeworfen. [1, S. 263]

772 Erster Sachsenfeldzug (Sachsenkriege)

Die Sachsenkriege Karls des Großen sind nicht die ersten Zusammenstöße zwischen den Franken und den Sachsen. Bereits seit der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts haben Karl Martell und seine Söhne Züge gegen die Sachsen unternommen, da diese ihr Stammesgebiet in Richtung des Frankenreiches zu erweitern versuchten und zahlreiche Einfälle in das Reich durchführten.

Aber erst Karl der Große ging mit solchem Nachdruck gegen die Sachsen vor, dass diese vollends unterwofen werden und zukünftige Einfälle verhindert werden sollten. Dabei spielten aber nicht nur die ständigen Überfälle eine Rolle bei Karls Entscheidung, sondern auch innenpolitische Gründe „und die Vorbereitung auf den Krieg in Italien“. [S. 56]

Zunächst zerstörte Karl die Irminsul, den heiligen Baum der Sachsen, was den Aufstand der Sachsen überhaupt erst richtig entfachte. Diese Zerstörung kann aus zwei verschiedenen Motiven erfolgt sein:

  • Für die Franken bedeutete die Taufe gleichzeitig eine Unterwerfung der Sachsen. Daher wollten sie die religiösen Ausdrucksformen der Sachsen zerstören, die Überlegenheit ihres eigenen Gottes demonstrieren und die Sachsen so dazu bringen, sich taufen zu lassen und dementsprechend den Franken zu unterwerfen.
  • Die Irminsul könnte aber auch so etwas wie ein Wahrzeichen auf einem Thingplatz der Sachsen gewesen sein. Ein Thing ist nach altem germanischen Recht eine Gerichtsversammlung, bei der auch oftmals viele Menschen aus der Bevölkerung teilnahmen. Demnach wäre ihre Zerstörung des „Wahrzeichens“ der Thingstätte ein Angriff auf die Rechtsprechung der Sachsen gewesen – und somit ein Anschlag auf die Grundlage des Zusammenlebens der sächsischen Gesellschaft.

Noch im selben Jahr, im Sommer stieß ein fränkisches Heer im sächsischen Gebiet vor und eroberte zahlreiche Gebiete und Burgen. Doch Karl der Große führte gleichzeitig mehrere Kriege, was die Sachsen für einen Widerstand nutzten, bei dem sie einige fränkische Gebiete besetzten und zurück eroberten.

Quelle:

Becher, Matthias: Karl der Grosse. 5. aktualisierte Auflage. S. 56ff. C. H. Beck. München, 2007.

775 Schlacht bei Brunsberg (Sachsenkriege)

Die Sachsen wollten Karl den Großen daran hindern, mit seinen Truppen über die Weser zu setzen. Daher positionierten sie eine große Anzahl von Soldaten am Fluss, aber Karl griff sie an und fügte ihnen eine blutige Niederlage zu. [1, S. 774f]

775 Schlacht bei Lübbecke (Sachsenkriege)

Karl der Große hatte einen Teil seines Heeres in einem Ort an der Weser namens Hadbeck (oder Hlidbeck, heute Lübbecke) zurückgelassen, um diesen zu besetzen. Als dieser zurückgelassene Teil der Franken Truppen aussandten, um Nahrung zu beschaffen, mischten sich die Sachsen unter sie. Als der kleine Trupp um die neunte Tagesstunde nach Hlidbeck zurückkehrte, brachten sie die Sachsen unbemerkt hinter die Befestigungen des Ortes. Als die Franken in der Nacht schliefen, machten sich die Sachsen über die Schlafenden her und erstachen Viele derselben.

Als die übrig gebliebenen Franken erwachten und den Überfall bemerkten, drängten sie die Sachsen zurück in den Wald. Als Karl eine Nachricht von dem Überfall bekam, machte er sich mit seinem Heer sofort auf den Weg nach Hlidbeck. Er ließ die fliehenden Sachsen verfolgen und brachte ihnen im Kampf eine Niederlage bei. Die überlebenden Sachsen mussten Geiseln stellen, um für ihre Treue zu bürgen. Sollten sie die Franken erneut angreifen, würden die Franken ihre Geiseln – also Familienmitglieder, Freunde oder Verwandte – töten. [1, S. 775]

778 Schlacht bei Roncesvalles (15. August)

Nachdem der fränkische König Karl der Große das ganze Gebiete zwischen den Pyrenäen und dem Ebro den Arabern abgenommen hatte, musste er zurück in sein Stammreich, da er von erneuten Unruhen in Sachsen Kunde erhalten hatte. Die Heimreise nahm Karl mit seinem Heer durch das Tal von Roncesvalles. Dort wurden sie von den Königen von Navarra und Asturien und von Lupus, dem Herzog der Basken angegriffen. Lupus viel die Nachhut und die Gepäckwagen des Heeres an und tötete alle bis auf den letzten Mann. Schließlich plünderte er das Gepäck.

Karl konnte diesen Überfall nicht rächen, da die Feinde sich als geübte Gebirgsbewohner mit zu hoher Schnelligkeit flüchten konnten. Während des Überfalls in Roncesvalles starben der Pfalzgraf Anselm und Roland, der Präfekt der britischen Mark. [1, S. 271]

778 Schlacht bei Laisa an der Eder (Sachsenkriege)

Die Sachsen waren unter Widukind bis an den Rhein vorgedrungen und hatten alle auf dem Weg liegenden Länder schrecklich verheert. König Karl befand in sich zu dieser Zeit in Auxerre und erteilte den alemannischen und austrasischen Truppen seines Heeres den Befehl, im Eilmarsch die Sachsen anzugreifen.

An der Eder, bei dem Ort Laisa in Hessen, trafen diese Truppen auf die Sachsen, die gerade ihre Kriegsbeute über die Eder schaffen wollten. Es kam zu einer Schlacht, in der die Sachsen geschlagen wurden und fast vollständig getötet wurden. [1, S. 271]

779 Schlacht bei Bocholt (Sachsenkriege)

Im fünften Feldzug gegen die Sachsen drang Karl der Große bis an den Fluss Lippe vor. Die Sachsen stellten sich seinem Heer bei Bocholt auf freiem Feld entgegen. Sie wurden in der Schlacht aber mit erheblichen Verlusten geschlagen und zur Flucht gezwungen. Karl stieß in die Gaue der Sachsen vor, bedrohte sie und ließ ihnen nur die Wahl zwischen Tod oder Unterwerfung und Annahme des Christentums. [1, S. 271]

782 Schlacht am Süntel (auch: Süntelschlacht – Sachsenkriege)

Der sächsische Herzog Widukind überzeugte seine Landsleute, einen Aufstand gegen die Oberherrschaft der Franken durchzuführen. König Karl hatte drei seiner Feldherren für einen Zug gegen die Soraben bestimmt, die in Thüringen eingefallen und damit das Reich bedrohten. Als die drei Feldherren, Adalgis, Geilo und Wuorad, an der Grenze der Sachsen anlangten, erfuhren sie von dem Aufstand derselben. Sie beendeten daher den Zug gegen die Soraben und wandten sich den Sachsen zu, die in diesem Moment die größere Bedrohung darstellten. Sie vereinten ihre hauptsächlich aus Austrasiern bestehenden Truppen mit denen von Theodorich, der die ripuarischen Franken anführte.

Die Sachsen unter Widukind hatten nördlich des Berges Süntal (im heutigen Braunschweig) ihr Lager aufgeschlagen. Die fränkischen Feldherren beschlossen, sie von zwei Seiten anzugreifen. Graf Theodorich sollte auf dem einen, der Rest des Heeres auf dem anderen Ufer der Weser vorrücken. Aber Geilo, Adalgis und Wuorad verbündeten sich und brachen die geschlossene Übereinkunft: sie wollten die Sachsen alleine besiegen und sich damit die Ehre und Dankbarkeit des Königs verdienen. Im Eilmarsch preschten sie voran und erreichten diese auch vor Theodorich und seinen Truppen. Sie schafften es auch, die Sachsen beim erten Vorstoß zum Zurückweichen zu bringen.

Als sie aber unüberlegt immer weiter vordrangen, wurden sie von den Sachsen in der Flanke getroffen und nach erbittertem Kampf größtenteils zur Strecke gebracht. Adalgis, Geilo, 4 Grafen und 20 der hoch angesehenen Offiziere befanden sich unter den Toten. Der Rest der Truppen setzte über die Weser und flüchtete zum Heer des Grafen Theodorich, der sich durch einen umgehenden Rückzug einem Kampf, und damit einer drohenden Niederlage, entzog. [1, S. 271f]

783 Schlacht bei Detmold (Sachsenkriege)

Die Sachsen wurden durch die Grausamkeiten des fränkischen Königs Karl gereizt und probten erneut den Aufstand. Karl zog daher erneut gegen sie los und lieferte ihnen bei Detmold eine blutige Schlacht. In dieser erlitten die Sachsen unermessliche Verluste. Doch auch Karl wurde bei dieser Schlacht anscheinend deutlich geschwächt. Denn statt die besiegten Sachsen und seinen Sieg zu verfolgen, zog er sich nach Paderborn zurück, wo er auf neue Verstärkungstruppen wartete. [1, S. 272]

783 Schlacht an der Hase (Sachsenkriege)

Die Sachsen hatten wegen ihren Aufständen keine Gnade mehr vom fränkischen König Karl zu erwarten. Sie versammelten ihre Streitkräfte an der Hase, wo sie den Franken noch einmal Widerstand leisten wollten. Karl, der währenddessen neue Truppen bekommen hatte, traf in der Nähe von Osnabrück auf die Sachsen und brachte ihnen eine zweite Niederlage bei. Ein Teil der Sachsen wurde getötet, ein anderer Teil gefangen genommen und das ganze Sachsenland zwischen der Weser und der Elbe von den Franken verheert. [1, S. 273f]

784 Schlacht bei Druvenik an der Lippe (Sachsenkriege)

Während König Karl mit seinem fränkischen Heer das Land zwischen der Elbe und der Saale verheerte, drang sein Sohn Karl auf seinen Befehl in Westfalen ein. Bei Druvenik an der Lippe stieß sein Sohn auf die Sachsen. Er griff sie mit seiner Reiterei an, erschlug einen großen Teil von ihnen und jagte den Rest in die Flucht. [1, S. 274]

788 Niederlage der Hunnen

Die Hunnen wurden durch den treulosen Herzog Tassilo von Bayern herbeigerufen und drangen in zwei großen Truppenteilen durch Bayern im heutigen Deutschland und durch Friaul im heutigen Italien ein. Sie wurden aber in beiden Ländern geschlagen und nur wenige von ihnen entkamen in ihre Heimat. Ein zweiter Einfall der Hunnen in Bayern ging nicht besser aus für sie. Die Einwohner von Bayern sollen sich gegen die Einfälle ohne Unterstützung militärischer Truppen gewehrt haben. Viele Hunnen wurden dabei erschlagen oder ertranken beim Rückzug über die Donau. [1, S. 274]

788 Niederlage der Awaren

Die Awaren fielen mit zwei Heeren in Friaul und Bayern ein, wurden aber beide von den Truppen Karls des Großen bei Ibs und an der Donau mit großen Verlusten geschlagen. [1, S. 275]

789 Niederlage der Wilzen

Die Wilzen bedrängten die Abodriten, die unter fränkischer Oberherrschaft standen. Daher suchten die Letzteren Hilfe bei Karl dem Großen, der unverzüglich aufbrach, um Hilfe zu leisten. Bei Köln überschritt er den Rhein, durchzog Sachsen und schlug zwei Brücken über die Elbe. Hierüber drang er in das Land der Wilzen ein. Sein Heer bestand aus Franken, Sachsen und Friesen; außerdem schlossen sich ihm noch die Abodriten an.

Währenddessen hatten die Wilzen ein zahlreiches Heer zusammengezogen, mit dem sie den Franken entgegenzogen. Es kam zu einer Schlacht, in der die Wilzen eine totale Niederlage erlitten. Ihr König Wilstan unterwarf sich und stellte Geiseln für seine Treue. [1, S. 275f]

791 Niederlage der Hunnen

Karl der Große beschloss, die Grenzstreitigkeiten zwischen den Bayern und den Hunnen zu beenden. Er sendete daher den Grafen Theoderich mit einem Heer aus dem nördlichen Deutschlands entlang des linken Donauufers in Richtung Krems. Er selbst folgte dem rechten Donauufer mit einem Heer aus Alemannen und Bayern. An der Ens machte er drei Tage lang Halt und ließ den Hunnen feierlich den Krieg ankündigen. Dann drang er in ihr Land ein.

Die Hunnen zogen sich in ihre befestigten Plätze zurück und wurden in den zwei größten davon von Karl bezwungen. Zu einer Hauptschlacht kam es aber nicht, weil die Hunnen bis an die Raab zurückwichen und Karl wegen einer Pferdeseuche zum Rückzug gezwungen wurde. [1, S. 277]

793 Schlacht bei Rustringen (8. Juli – Sachsenkriege)

König Karl hatte den Grafen Theoderich mit der Fortsetzung des Krieges gegen die Hunnen beauftragt. Dieser zog in Friesland ein Heer zusammen, wurde aber am 8. Juli von den aufständischen Sachsen überfallen und seine Truppen vollends getötet. [1, S. 278]

793 Schlacht am Ordieu (Fluss)

794 Schlacht bei Lodos

796 Eroberung von Ring

798 Schlacht auf dem Sventanafeld (Schwentinefeld bei Bornhöved, auch: Swenden – Sachsenkriege)

Die Sachsen, die das rechte Elbufer bewohnten, wagten einen Aufstand gegen Karl den Großen und ermordeten dessen königliche Beamten. Gleich darauf fielen sie die Abodriten an, die sich seit längerem der fränkischen Oberherrschaft hingaben. Als Karl davon Kunde erhielt, sandte er den Feldherrn Eberwin, damit dieser den Herzog der Abodriten – Thrasico (auch: Thrasucho, Drasco, Drogo) – unterstützen konnte. Beide vereinten ihre Streitkräfte und stießen bei Swenden (Sventanafeld) auf die Sachsen. Es kam zu einer Schlacht, in der die Sachsen geschlagen wurden und bis zu 4.000 Tote zu beklagen hatten. [1, S. 280]

803 Schlacht bei Tortosa

805 Niederlage der Böhmen

Der Khan der Awaren bat Karl den Großen um Hilfe gegen die Böhmen. Karl sandte seinen ältesten Sohn gegen diese aus. Auf freiem Feld kam es zu einer Schlacht zwischen den Franken und den Böhmen, bei der die Böhmen unterlagen. Karls Sohn tötete ihren Fürsten Lecho und kehrte mit Kriegsbeute beladen aus ihrem Land zurück. [1, S. 283]

807 Seeschlacht bei Korsika

807 Niederlage der Araber

824 Schlacht bei Roncesvalles

Kaiser Ludwig I. sandte die beiden Feldherren Eble und Asinarius gegen die aufständischen Basken. Die beiden Feldherren überquerten die Pyrenäen und nahmen Pamplona nach kurzem Widerstand ein. Auf dem Rückweg wurden sie von den kriegerischen Gebirgsbewohnern in einem Engpass namens Roncesvalles überfallen und gefangen genommen. Ihre Truppen wurden größtenteils erschlagen. Eble wurde dem Emir von Córdoba ausgeliefert, Asinarius hingegen wurde wieder entlassen, da er gebürtig aus dem Baskenland kam.

Diese Schlacht ist bemerkenswert, da erst 46 Jahre zuvor ein fränkisches Heer, besser gesagt die Nachhut desselben, unter Karl dem Großen im Tal Roncesvalles überfallen und niedergemacht wurde. Dies war der zweite Überfall, den die Basken erfolgreich auf die sonst so kriegserfahrenen Franken ausgeführt hatten [1, S. 298]

828 Niederlage der Bulgaren

Die Bulgaren überschritten die östlichen Grenzen ihres Reiches und drangen in Bayern ein. Dort war der Markgraf Balderich mit der Verteidigung der Grenze beauftragt, zeigte sich in der Erfüllung seiner Aufgaben aber säumig und wurde mit seinem Heer von den Bulgaren geschlagen. Als König Ludwig davon erfuhr, versammelte er ein Heer, rückte den Bulgaren entgegen und schlug sie in einer Schlacht. Der unfähige Balderich wurde seines Amtes enthoben und stattdessen wurden vier neue Markgrafen zur Verteidigung dieser Grenze aufgestellt. [1, S. 300]

841 Schlacht bei Fontenay (25. Juni)

Kaiser Ludwig der Fromme starb im Jahr 840 in Ingelheim am Rhein. Seine Aufteilung des Reiches unter seinen Söhnen führte zu einem Bürgerkrieg unter diesen. Sein Sohn Lothar, der in Aquitanien herrschte, und Pippin II. verbündeten sich. Sie zogen ihre Streitkräfte zusammen und bezogen ein Lager bei Auxerre, während Ludwig der Deutsche den Rheinübergang gegen Herzog Adalbert von Metz erkämpfte und sich mit Karl dem Kahlen verbündete. mehr…

845 Schlacht bei Le Mans

Der König der Bretonen, Nonienoe, wollte seine Unabhängigkeit von Karl dem Kahlen erreichen. Er traf mit seinem Heer bei Le Mans auf Karl und brachte ihm eine Niederlage bei. [1, S. 312]

849 Niederlage der Bayern

Ludwig, der König von Bayern, hatte den Böhmen den Krieg erklärt. Er schickte den Markgrafen Tracholf und den Herzog Ernst mit ihren Heeren in eine Schlacht mit den Böhmen. Zunächst verteidigten sich die Böhmen hinter Verschanzungen, wurden aber nach einem blutigen Kampf dazu gezwungen, um Frieden zu bitten. Sie schworen, König Ludwig die Treue zu halten und wollten Geißeln stellen. Aber die restlichen Grafen und Anführer des bayrischen Heeres gönnten dem Herzog Ernst die Ehre dieses Friedensschlusses nicht und verweigerten ihre Einwilligung.

Es kam zum Streit im bayrischen Heer, woraufhin ein neuer Angriff auf die Böhmen angezettelt wurde. Aber gegen diesen Angriff wehrten sich die Böhmen mit dem Mut der Verzweiflung und schlugen das gegnerische Heer in die Flucht. Herzog Ernst, der zuerst Geißeln von den Böhmen nehmen wollte, musste nun selbst den Böhmen Geißeln stellen, um eine vernichtende Niederlage zu vermeiden. [1, S. 313]

866 Schlacht bei Melun

Eine normannische Flotte segelte die Seine hinauf bis in die Gegend von Melun, obwohl ihr auf beiden Seiten der Seine fränkische Truppen unter Graf Robert und Graf Odo folgten. Auf einmal stürzten sich die Normannen auf das stärkere Truppenkorps und besiegten es, während das andere Truppenkorps am gegenüber liegenden Ufer tatenlos zuschauen musste. Beladen mit der Beute der Besiegten kehrten sie auf ihre Schiffe zurück.

Karl der Kahle wurde durch diesen Unfall dermaßen entmutigt, dass er sich dazu hinreißen ließ, einen Vertrag mit den Normannen abzuschließen: Gegen die Bezahlung von 4.000 Pfund Silber sollten sie ihre Verheerungen in den fränkischen Gebieten einstellen. Außerdem erklärte sich Karl dazu bereit, für jeden von den Normannen gefangen genommenen Franken eine bestimmte Summe zu zahlen. Zuletzt willigte er noch darin ein, für jeden getöteten Normannen eine ähnliche Summe zu zahlen. [1, S. 319f]

866 Schlacht bei Le Mans

872 Niederlage der Bayern an der Donau

König Ludwig der Deutsche schickte seinen Sohn Karlmann in die Schlacht gegen die treulosen Mähren. Er zog mit seinem Heer über die Donau, wo er zum Schutz seiner Schiffsbrücke den Bischof Emrich von Regensburg mit einem Truppenkorps am Ufer zurückließ. Das Hauptheer führte er an, um das feindliche Land mit Feuer und Schwert zu verwüsten. Die Mähren überließen ihr Land dem Feind und griffen bei Nacht selbst das Lager des Bischofs an. Dabei wurden 6.000 Bayern erschlagen oder in die Donau gesprengt. Der Bischof Emrich entkam nur knapp mit wenigen Männern. [1, S. 324]

872 Niederlage der Böhmen

Die Böhmen hatten den mährischen Fürsten Swätopulk als ihren neuen Anführer gewählt und fielen unter dessen Führung in Bayern ein. König Ludwig der Deutsche sandte ein Heer unter dem Erzbischof Luitbert von Mainz aus. Diese Heer vertrieb die Böhmen aus Bayern und verfolgte sie bis nach Böhmen. An der Moldau kam es zu einer Schlacht, in der die Böhmen eine komplette Niederlage erlitten. Fünf ihrer Fürsten wurden mitsamt zahlreicher Soldaten zum Teil auf dem Schlachtfeld getötet und zum anderen Teil in die Donau gesprengt, wo sie ertranken. [1, S. 325]

876 Schlacht bei Andernach

Nach dem Tode Ludwigs des Deutschen versuchte Kaiser Karl der Kahle dessen Söhne um ihr rechtmäßiges Erbe zu bringen. Dagegen wollte zuerst König Ludwig von Sachsen vorgehen, der sich mit einem Heer aus Sachsen und Thüringern am linken Rheinufer bei Andernach aufstellte. Aber Karl der Kahle schloss einen Waffenstillstand mit ihm, in der Hoffnung, ihn so leichter überfallen zu können.

In der Nacht des 7. Oktobers brach Kaiser Karl mit seinem Heer auf kaum zugänglichen Pfaden gegen Ludwig von Sachsen vor. In dieser Nacht herrschte ein starker Regen, der die Pfade matschig und rutschig machte, so dass die Truppen und Pferde große Anstrengungen unternehmen mussten, um überhaupt ihr Ziel erreichen zu können. Erschöpft kamen sie schließlich in der Nähe von Andernach an.

Währenddessen hatte der Bischof von Köln eine Nachricht an Ludwig von Sachsen übermittelt, in der er von dem hinterhältigen Plan Karls erzählte. Als Karl der Kahle schließlich bei den sächsischen Truppen eintraf, hatten diese schon ihre Schlachtordnung eingenommen. Es kam zum Kampf, aber schon beim ersten Angriff wurden die Franken zurückgeworfen und flohen. Karl kam mit dem Reserveheer angestürmt, wurde aber durch die eigenen fliehenden Leute durcheinander gebracht. Die verfolgenden Sachsen und Thüringer hatten somit leichtes Spiel, die Flüchtenden niederzuschlagen.

Der Rückweg war für die Franken von ihrem eigenen Gepäck versperrt, das die schmalen Wege komplett zustellte. Viee Grafen, Bischöfe und Äbte sowie eine große Anzahl von Soldaten wurden zum Teil erschlagen und zum Teil gefangen genommen. Einige Flüchtlinge, die dem Heer entkamen, wurden von den Bauern der Umgebung so sehr ausgeplündert, dass sie ihre Blöße mit Stroh bedecken mussten. [1, S. 329f]

891 Schlacht bei Maastricht

An der Maas hatte sich ein normannisches Heer niedergelassen und plünderte von dort aus das Umland. Der ostfränkische König Arnulf organisierte ein Heer, das er bei Maastricht lagern ließ und übergab es dem Oberbefehl des Erzbischofs Sunderold (von Mayuz). Die Wikinger überquerten bei Lüttich die Maas und schlossen das ostfränkische Heer von allen Seiten ein. Dann eroberten sie ihre Kriegsmaschinen und schnitten sie von allen Versorgungswegen ab, so dass die Ostfranken sich nur noch unterwerfen oder auf Leben und Tod kämpfen konnten. In einem Kriegsrat entschieden sie sich für den Kampf.

Während die Ostfranken den Angriff vorbereiteten und losmarschierten, wurden sie von den Wikingern angegriffen und nach hartnäckiger Verteidigung fast vollständig aufgerieben. Die meisten ihrer Soldaten fanden den Tod – darunter befanden sich auch Erzbischof Sunderald und die wichtigsten Anführer der Ostfranken.[1, S. 347]

891 Schlacht bei Löwen

Die Wikinger ließen sich in der Nähe von Löwen im heutigen Belgien nieder, wo sie auch überwintern wollten. Dafür errichteten sie sich ein Lager zwischen der Dyle und einem Sumpf und verstärkten es durch einen dichten Verhau.

Währenddessen kehrte der ostfränkische König Arnulf aus Mähren zurück und beschloss, die Niederlage seiner Truppen gegen die Wikinger am Fluss Geul wieder auszubügeln. mehr…

900 Niederlage der Ungarn

Ein riesiges ungarisches Heer überquerte die Ens und verwüstete Bayern in einem Umkreis von 80 Kilometern. Gegen dieses unermessliche Heer zogen Herzog Luitpold von Bayern und Bischof Richard von Passau ein Heer zusammen, nachdem sie den ersten Schrecken dieses Verwüstungen verdaut hatten. Sie erreichten die Nachhut der Ungarn noch am linken Donauufer und zwangen ihnen einen Kampf auf, in dem die Ungarn geschlagen wurden und über 12.000 Mann verloren. [1, S. 354]

907 Schlacht bei Pressburg (Bratislava)

In der älteren Literatur ist auch von der „Schlacht bei Anesburg“ die Rede.

Als der ungarische Herzog Arpad starb und sein unmündiger Sohn Zoltan den Thron bestieg, beschlossen die Mächtigen des ostfränkischen Reiches in den Krieg gegen Ungarn zu ziehen. Damit wollten sie Rache für die ständigen Einfälle der Ungarn in Bayern nehmen.

Zwischen Anesburg und dem Stift St. Florian versammelte sich die gesamte Streitmacht der Bayern, die von benachbarten Völkern stark unterstützt wurde. Das Hauptheer wurde von Herzog Luitpold angeführt, während König Ludwig selbst mit der Nachhut an der Ens stehen blieb. Die Ungarn waren aber so schnell, dass sie ihren Feinden zuvorkamen.

Als die Ostfranken in einer dunklen Nacht sorglos schliefen, schwammen die Ungarn unbemerkt durch die Ens und überfielen ihre Gegner in ihrem Lager. Daraufhin kam es zu einem blutigen Kampf. Die Ungarn kämpften nicht, so wie es die Ostfranken gewohnt waren, in aufgestellter Schlachtordnung: Sie stürmten in Haufen hervor, verübten wütende Ausfälle, verstellte Rückzüge und stürmten in erneuten Überfällen voran. Damit durchbrachen sie die geschlossenen Reihen ihrer Feinde.

Alles, was sich ihnen in den Weg stellte, wurde durch ihre Pferde in Grund und Boden getreten. Auf diese Weise dauerte die Schlacht ganze drei Tage, nach denen die Ostfranken eine schmerzliche Niederlage mit vielen Toten erlitten. Unter den Gefallenen befanden sich Herzog Luitpold von Bayern, Erzbischof Dittmar von Salzburg, die Bischöfe Zacharias und Otto, der königliche Truchseß Eysengrin sowie viele Äbte und 15 Grafen. [1, S. 361f]

910 Schlacht bei Augsburg

König Ludwig II. („der Fromme“ oder „der Deutsche“) rief eine allgemeine Heerfahrt aus, um den verheerenden Einfällen der Ungarn Einhalt zu gebieten: Alle seine Lehnsleute sollten in den Krieg gegen die Ungarn ziehen. Und wer sich weigerte, sollte zum Tode durch den Strang verurteilt werden. So gelang es ihm, ein beachtliches Heer zusammenzustellen, welches er bei Augsburg ein Lager aufschlagen ließ.

Aber auch diesmal stürzten sich die schnellen ungarischen Reiter auf das „deutsche“ Heer. Bei Tagesanbruch überfielen sie das Lager der Deutschen und schlugen sie nach hartnäckiger Schlacht in die Flucht. Nach dieser Niederlage sah Ludwig II. keinen anderen Ausweg mehr, als den plündernden ungarischen Horden eine beachtliche Geldsumme zu zahlen, damit sie das Land verschonten. [1, S. 363]

912 Schlacht bei Ehresburg (Hersburg)

Herzog Heinrich von Sachsen hatte sich von seinem Volk huldigen lassen – es also durch ein Treuegelöbnis unterworfen. Dafür hatte er aber nicht die Einwilligung König Konrads I. gehabt. Daher sandte der König seinen Bruder Eberhard von Bayern gegen den Sachsenherzog aus. Bei Hersburg kam es zu einer Schlacht, bei der der Sachsenherzog Heinrich das gegnerische Heer vollständig besiegte. [1, S. 365]

912 Entscheidungsschlacht am Inn

Die Ungarn forderten ihren Tribut, den sie von Ludwig dem Kind zugestanden bekamen, nun auch vom bayrischen Herzog Arnulf. Dieser aber wies die Forderung der Ungarn zurück, woraufhin sie in Bayern und Schwaben einfielen und das Land verheerten.

Arnulf vereinigte sein Heer mit denen von Erchanger und Herzog Berthold von Schwaben und führte die Streitmacht gegen die Ungarn ins Feld. Diese hatten ihr Lager am Inn aufgeschlagen und verweilten sorglos, als sie von den Deutschen überfallen und fast vollständig vernichtet wurden. Nach diesem Tag fielen die Ungarn nicht mehr in Bayern ein. [1, S. 365]

925 Schlacht bei Peuchen

Der ungarische Herzog Zoltan forderte von König Heinrich I. den seit langem fälligen Tribut. Als Heinrich I. diese Forderung zurückwies, fiel Zoltan mit seinen Truppen in Sachsen ein. Heinrich zog ihm mit seinem Heer entgegen; bei Peuchen, in der Nähe von Wurzen, kam es dann einer Schlacht, in der die Ostfranken nach langem Gefecht eine Niederlage hinnehmen mussten.

König Heinrich war gezwungen, in der Pfalzfestung Werle bei Goslar Schutz zu suchen. Als die Ungarn das umliegende Land plünderten, wurde ein ranghoher Anführer (vllt. Zoltan selbst) von den Ostfranken gefangen genommen. Für seine Freilassung handelte Heinrich einen neunjährigen Waffenstillstand, während dem er verstärkt Verteidigungsanlagen gegen die Ungarn errichtete. [1, S. 374]

933 Schlacht bei Riade

Nach Ablauf des zehnjährigen Waffenstillstandes, den Heinrich I. mit dem ungarischen Herzog Zoltan ausgehandelt hatte, forderte Zoltan erneut den rückständigen Tribut. Als Heinrich sich wieder weigerte, fiel Zoltan an der Spitze eines großen Heeres durch Böhmen in Meißen ein. In Thüringen teilte er seine Streitmacht, um die Ostfranken von östlicher und westlicher Seite anzugreifen und mit etwas Glück unvorbereitet zu überfallen.

König Heinrich war zu dieser Zeit krank, konnte aber seinen Heerbann innerhalb von vier Tagen versammeln. Mit diesem rückte er gegen die Ungarn vor und stieß bei „Wokronin“ (wahrscheinlich im Magdeburgischen oder Riade – der genaue Schlachtort ist unbekannt) auf sie. Mit dem Schlachtruf „Kyrie eleison!“ griff Heinrich die Ungarn mit dicht geschlossenen Formationen an. Seinen Truppen wurde befohlen, den ersten Pfeilregen mit den Schildern abzufangen. Dem zweiten Pfeilregen aber sollten sie zuvorkommen, indem sie ihre Lanzen senkten und gleichförmig vordrangen.

Dieser Befehl wurde genau so ausgeführt und führte zum Sieg der Ostfranken. Die Ungarn flüchteten mit solcher Hast, dass nur Wenige den nachsetzenden Ostfranken in die Hände fielen. Das gesamte reiche Lager der Ungarn wurde erobert und somit eine beachtliche Anzahl gefangener Ostfranken wieder befreit.

Das zweite Heer der Ungarn rückte nach Merseburg vor, um die Stadt zu erobern. Die Stadtbevölkerung widerstand aber den Angriffen, bis die Ungarn Nachricht von der Niederlage ihrer Landsleute erhielten. In der darauffolgenden Nacht ließen sie ihr Gepäck zurück und traten den Rückzug an. [1, S. 377f]

934 Schlacht von Haithabu

938 Schlacht im Drömmlinger Wald

Ein ungarisches Heer fiel in Sachsen ein und belagerte Stederburg, wo es von der tapferen Besatzung mit großen Verlusten abgewehrt wurde. Auf dem Rückweg wurden die Ungarn von Sachsen und Wenden angegriffen und größtenteils getötet. Der ungarische Anführer wurde gefangen genommen und erst durch die Zahlung eines hohen Lösegeldes wieder freigelassen. [1, S. 380]

939 Schlacht bei Birten

Herzog Giselbert von Lothringen empörte sich gegen den deutschen König Otto I. Deshalb zog Otto gegen ihn ins Feld. Als Otto gerade mit seinem Heer bei Cleve über den Rhein setzen wollte, wurde seine Vorhut – die sich schon am linken Flussufer befand, von den Lothringern angegriffen. Otto hatte nicht genügend Schiffe, um seiner Vorhut mit Truppen zu Hilfe zu eilen und musste sie ihrem Schicksal überlassen. Doch die Vorhut erkämpfte sich einen vollständigen Sieg über die Lothringer und erbeutete deren gesamtes Gepäck. [1, S. 381]

950 Niederlage der Ungarn

Nachdem Herzog Berthold von Bayern gestorben war, fielen die Ungarn erneut in Bayern ein unter der Führung ihres Fürsten Toxis. Damit wollten sie die Niederlage an der Traun rächen. Aber Herzog Heinrich I. von Bayern stellte sich den Ungarn in einer blutigen Schlacht entgegen und besiegte sie. [1, S. 385]

955 Schlacht auf dem Lechfeld

Der ungarische Herzog Toxis wollte erneut im ottonischen Reich einfallen und plündern. Damit er die Truppenstärke König Ottos I. ausspionieren konnte, sandte er unter dem Vorwand der Friedenserhaltung Abgeordnete, die von Otto freundlich aufgenommen wurden. Als die Abgeordneten mit Geschenken zurückkehrten und die Truppenstärke mitteilten, versammelte Toxis 100.000 Mann, um das HRR (Heiliges Römisches Reich) zu überfallen. Er überschwemmte mit seinen Truppen das ganze Land um die Donau und den Schwarzwald. mehr…

956 Niederlage der Slawen

Die beiden sächsischen Grafen Eckbert und Wichmann planten einen Aufstand gegen Kaiser Otto I. Dafür verbündeten sie sich mit den Slawen, an deren Spitze sie sich setzten und Sachsen überfielen. Herzog Hermann war mit der Verteidigung von Sachsen beauftragt, konnte das Land aber nicht gegen die Angriffe der Slawen schützen. Daher versammelte Kaiser Otto ein zahlreiches Heer und zog den feindlichen Slawen entgegen.

Aber das Heer Ottos wurde von den Slawen eingeschlossen und litt dadurch erheblich an Hunger und ausbrechenden Krankheiten. Da machte sich Markgraf Gero, der das Umland gut kannte, auf einen weiten Umweg, um den Slawen in den Rücken zu fallen. Bei dieser Schlacht wurde das slawische Heer vollständig zerstört und viele Anführer fielen den Deutschen in die Hände. Kaiser Otto I. ließ sie alle öffentlich hinrichten. [1, S. 390]

972 Niederlage der Dänen

Harald, der König der Dänen, hatte Jütland verwüstet und bedrohte nun Schleswig. Kaiser Otto I. versammelte in Sachsen ein Heer und zogen gegen ihn ins Feld. Nach einem hartnäckigen Kampf erlitt Harald eine Niederlage. Daraufhin musste er Otto versichern, dass das Christentum in seinem Reich verbreitet wird und ließ sich selbst mit seinem Sohn Sweno taufen. [1, S. 410f]

978 Schlacht an der Aisne

Der französische König Lothar hatte einen Überfall auf Aachen unternommen. Aus Rache für diesen Überfall versammelte der deutsche König Otto II. ein Heer von 60.000 Mann und rückte mit diesem in die Nähe von Paris vor. Aber einen ernsten Angriff auf Paris unternahm er nicht, stattdessen trat er einige Tage später schon wieder den Rückzug an. weiter…

982 Niederlage der Deutschen bei Tarent

Bei seinem zweiten Heereszug nach Italien eroberte Kaiser Otto II. Tarent, das zuvor von den Griechen besetzt worden war. Daraufhin riefen die Griechen die Sarazenen zu Hilfe. Ottos Heer bestand aus Bayern, Allemannen, Sachsen und Italienern. Als sie sich in Richtung Kalabrien in Bewegung setzen wollten, wurden sie von den Sarazenen angegriffen.

Zunächst kämpften die Christen stark gegen die Muslime und drängte sie an mehreren Stellen zurück. Dann fingen sie an, das feindliche Lager zu plündern. Weil die Sarazenen bei ihrer Flucht nicht verfolgt wurden, konnten sie sich neu sammeln und überfielen die Christen erneut in ihrem Lager. Dabei wurde das Heer Ottos II. vernichtend geschlagen.

in dieser Schlacht wurdewurden einige hochrangige Anführer des „deutschen“ Heeres getötet: Bischof Heinrich von Augsburg, Abt Werner von Fulda, Fürst Landulf von Benevent und sein Bruder, Markgraf Abhenulf von Camerin und noch andere Fürsten, Grafen und Bischöfe. Viele wurden auch gefangen genommen und mussten sich mit großen Summen freikaufen. [1, S. 417f]

Schlachten im Hochmittelalter

1037 Schlacht bei Bar-le-Duc

Graf Odo II. von Champagne wollte Kaiser Konrad die italienische Krone streitig machen. Daher fiel er mit seinem Heer in Lothringen ein und eroberte das Schloss Bar. Auf dem Rückweg von Bar wurde Odo von Gozzelo, Herzog von Nieder-Lothringen und Kaiser Konrads Lehnsmann, angegriffen. Es kam zu einer blutigen Schlacht, in der das Heer von Odo zum großen Teil zerstört wurde. Graf Odo selbst verschwand spurlos; weder Freund noch Feind haben jemals wieder von ihm gehört. [1, S. 439f]

1040 Niederlage der Deutschen im Böhmer Wald

Bretislaw, Herzog der Böhmen, weigerte sich, die Oberherrschaft von Kaiser Heinrich III. anzuerkennen. Um ihn zu beugen, versammelte Kaiser Heinrich ein Heer und zog von Kamb aus gegen Bretislaw. Die Böhmen hatten sich im Wald verschanzt, weshalb Heinrich ein Korps aussandte, um die gegnerische Stellung zu umgehen. Aber die Böhmen überfielen das Heerkorps und rieben es vollständig auf.

Am Morgen darauf traf das Hauptkorps der Deutschen auf die Böhmen; es kam zu einer hartnäckigen Schlacht, in der Heinrichs Heer eine vollständige Niederlage erlitt. Nachdem Heinrich den größten Teil seines Heeres verloren hatte, konnte er sich nur noch durch eine schnelle Flucht retten. [1, S. 442f]

1042 Schlacht am Trasenfluss

1044 Schlacht an der Raab (5. Juli)

Der ungarische König Samuel hatte dem deutschen Kaiser Heinrich die Abtretung seines Landes am linken Leithaufer versprochen. Als Samuel die Erfüllung dieses Versprechens nicht umsetzte, zog Heinrich ein auserlesenes Heer zusammen und überschritt mit an dessen Spitze die ungarische Grenze. Aber König Samuel hatte den Angriff vorausgeahnt und erwartete Heinrich mit einem überlegenen Heer an der Raab.

Dabei vertraute er auf die zahlenmäßige Überlegenheit seiner Streitkräfte und ließ die Deutschen ungehindert über den Fluss setzen und ihre Schlachtordnung bilden. Die Deutschen eröffneten die Schlacht mit größter Anstrengung, während die Ungarn hochmütig auf ihre Feinde herabsahen. Als Samuel aber seine tapfersten Soldaten sterben sah, stürmte er wild in die Reihen der Deutschen vor.

Nach einem blutigen Kampf wandten sich die Ungarn zu einer heillosen Flucht. Samuel selbst wurde auf dieser Flucht von einigen Großen seines Reiches, die er zuvor beleidigt hatte, getötet. Daraufhin setzte Kaiser Heinrich wieder den vertriebenen König Peter auf den ungarischen Thron. [1, S. 446f]

1075 Schlacht bei Kloster Homburg

Die sächsischen und thüringischen Fürsten vereinten sich gegen Kaiser Heinrich IV. und versuchten, sich mit Waffengewalt gegen ihn zu behaupten. Heinrich versammelte währenddessen ein großes Heer aus Bayern, Schwaben, Franken und Böhmen. Mit diesem überfiel er die gegen ihn verbündeten Sachsen und Thüringer bei Kloster Homburg in der Nähe von Langensalza.

Seine Vorhut bestand aus dem schwäbischen Heerbann und wurde von Herzog Otto zurückgeworfen. Als aber die Bayern, Franken und Böhmen zu Hilfe eilten, wurden die Sachsen und Thüringer entscheidend geschlagen. Der Kampf dauerte von Mittag bis neun Uhr am Abend und beide Seiten erlitten gleich große Verluste. [1, S. 488]

1078 Schlacht bei Mellrichstadt

Herzog Rudolph von Schwaben war den deutschen Fürsten, die sich gegen Kaiser Heinrich IV. verbündet hatten, zum König gewählt worden. Währenddessen kehrte Kaiser Heinrich aus Italien zurück und versammelte ein Heer in Böhmen und Bayern. Mit diesem griff er seinen Gegner bei Mellrichstadt an der Grenze zu Franken an. Doch Heinrich wurde in dieser Schlacht unter großen Verlusten bezwungen und musste den Rückzug nach Schwaben antreten. [1, S. 492]

1080 Schlacht bei Fladenheim

Nachdme sich Kaiser Heinrich IV. von der Niederlage bei Mellrichstadt erholt hatte, zog er gegen Thüringen, wo er den Gegenkönig Rudolph überfallen wollte. Aber Rudolph stellte sich ihm bei Fladenheim an der Spitze eines sächsischen Heeres entgegen und brachte ihm eine blutige Niederlage bei. Der Kaiser verirrte sich auf der Flucht im Thüringer Wald und verdankte seine Rettung einem thüringischen Grafen. [1, S. 494]

1080 Schlacht bei Wolksheim

Kaiser Heinrich IV. wollte sich dem Gegenkönig Rudolph nicht geschlagen geben und bot ein ein letztes Heer gegen ihn auf. Bei Wolksheim an der Elster kam es zur Entscheidungsschlacht. Herzog Otto von Bayern und König Rudolph kämpften klug und tapfer; sie erkannten, wo ihre Soldaten zu wanken begannen und stellten die Schlachtordnung sofort wieder her.

Dann aber wurde Rudolph durch einen Stich in den Unterleib getötet, woraufhin sich seine Truppen in eine überstürtze Flucht retteten. Dadurch konnte Kaiser Heinrich den Sieg in dieser Schlacht erringen. [1, S. 494]

1086 Schlacht bei Bleichfeld

Die sächsischen Fürsten und Bischöfe drängten ein Heer von Kaiser Heinrich IV. zurück und belagerten Würzburg. Heinrich eilte zur Rettung der Stadt mit einem Heer von 20.000 Mann herbei und stellte den Gegner zur Schlacht.

Die Sachsen hatten zwar nur halb so viele Soldaten wie der Kaiser, besiegten aber das Heer bei Glichfeld am Main. Das gesamte Gepäck und Kriegsgerät Kaiser Heinrichs fiel den Sachsen in die Hände. Er selbst konnte sich nur retten, indem er sich verkleidete. [1, S. 507]

1111 Schlacht in Rom

Am 12. Februar zog der deutsche König Heinrich V. mit seinem Heer nach Rom. Dort wurde er von den Bürgern und weltlichen Obrigkeiten, deren Rechte er in deutscher Sprache bestätigt hatte, empfangen. Die niederen Geistlichen hatte Doppelreihen gebildet, durch die der König mit seinem Heer in geschlossener Ordnung in Richtung Peterskirche zog. Daraufhin besetzten sie vorsichtig, gemäß erhaltener Anordnung, die gesamte Gegend um die Kirche herum. mehr…

1113 Schlacht bei Warenstadt

Kaiser Heinrich V. hatte im Jahr 1112 dem Pfalzgrafen am Rhein, Siegfried, die Belehnung mit den Gütern des verstorbenen Grafen Ulrich von Weimar verweigert. Daher verbündete sich Siegfried mit seinem Schwager, dem Herzog Lothar von Sachsen und ferner mit dem Markgrafen Rudolph, den Grafen Wiprecht von Groitsch und Ludwig von Thüringen sowie mit dem Bischof von Halberstadt.

Als Kaiser Heinrich von dieser gesetzeswidrigen Verbündung gegen ihn erfuhr, beorderte er die Aufständischen nach Erfurt. Als diese aber nicht erschienen, sprach er die Acht über sie aus (mit anderen Worten: sie wurden geächtet). Bald darauf drang er in ihre Länder ein und erober die Gestung Horneburg und Halberstadt. Dort ließ er die Mauern einreißen ohne auf Widerstand zu stoßen.

Im Jahr darauf (1113) sandte er den kaiserlichen Feldherren Graf Hoyer von Mansfeld gegen die Aufständischen. Am 21. Februar traf Mansfeld bei Warenstadt unweit Quedlinburg auf das Heer der Feinde und brachte ihnen eine vollständige Niederlage bei. Während dieser Schlacht wurde Pfalzgraf Siegfried getötet und Graf Wiprecht von Groitsch gefangen genommen. Die anderen Aufständischen flehten den Kaiser um Gnade an, die er ihnen auch gewährte; außer Herzog Lothar von Sachsen, der sich erst später auf dem Reichstag zu Worms dem Kaiser unterwarf. [2, S. 122f]

1115 Schlacht am Welfesholz (11. Febr.)

Der Erzbischof von Köln, der Herzog Gottfried von Nieder-Lothringen und die Grafen von Zütphen, Jülich, Arensberg und Limburg verbündeten sich gegen den Kaiser Heinrich V. Sie versammelten ihre vereinten Streitkräfte und zogen nach Eisleben dem Kaiser entgegen, wo sogleich von beiden Seiten Verhandlungen aufgenommen wurden.

Aber der kaiserliche Feldherr Graf Hoyer von Mansfeld sah seine Ansprüche auf das Herzogtum Sachsen verloren, wenn eine Aussöhnung der beiden Parteien stattfinden sollte. Daher beschloss er, sein Glück in einer Schlacht zu suchen. Beim so genannten Welfesholz zwischen Hofstädt und Widerstedt kam es zur Schlacht. In diesem wurde der Graf von Mansfeld nach hartnäckigem Widerstand von dem jungen Grafen von Groitsch getötet. Das kaiserliche Heer wurde daraufhin durch die klugen Anordnungen des Erzbischofs Reinhard von Halberstadt geschlagen. [2, S. 127f]

1140 Schlacht bei Weinsberg (21. Dez.)

Der deutsche Stauferkönig Konrad zog ins Feld gegen den Herzog Welf VI. von Bayern. Am 21. Dezember trafen beide Heere bei Weinsberg aufeinander. Eine blutige Schlacht entstand, in der zum ersten Mal der Parteiruf erwähnt wurde: „Hie Welf! Hie Waiblingen!“. Dieser Ruf diente noch Jahrhunderte später den Anhängern verschiedener Parteien zur Vereinigung.

Herzog Welf wurde geschlagen und die Burg Weinsberg von dem königlichen Heer belagert. Als die Einwohner kurz vor der Aufgabe standen, ersuchten sie den König um einen Gefallen: die Weiber von Weinsberg sollten verschont werden und unbehelligt abziehen können, mit soviel Gepäck auf ihren Schultern, wie sie tragen konnten. Im Gegenzug dafür würde dem König die Burg überlassen. Der König willigte in den Handel ein. Und als sich das Burgtor öffnete, erschienen die Weiber von Weinsberg mit dem Kostbarste, das sie besaßen auf ihrem Rücken – ihren Männern. Sie wurden vom König begnadigt. [2, S. 179f]

1146 Schlacht an der Leitha (15. Juni)

1146 Schlacht an der Leitha (13. Okt.)

1150 Schlacht bei Flochberg

Kurz nachdem Herzog Welf von Bayern von einem Kreuzzug in seine Heimat zurückgekehrt war, nahm er die Fehde gegen Kaiser Konrad wieder auf. Konrads Sohn, der junge König Heinrich, führte ein Heer gegen Herzog Welf und es kam bei Floochberg, zwischen Nördlingen und Bopfingen, zu einer Schlacht. Herzog Welf wurde geschlagen und erhielt dank der Vermittlung von Herzog Friederich von Schwaben günstige Friedensbedingungen. [2, S. 211]

1150 Schlacht bei Wyborg

1155 Schlacht in Rom (18. Juni)

1155 Schlacht an der Etsch

1158 Schlacht von Cassano

1160 Schlacht bei Carcano (9. August)

1164 Niederlage der Slawen

Herzog Heinrich der Löwe von Sachsen und König Waldemar von Dänemark verbündeten sich und führten einen erfolgreichen Krieg gegen die Slawen. Bei Verchen, gut 3 Kilometer von Demmin entfernt, vereinigte Heinrich seine Soldaten zu einem großen Heer. Er ließ die einzelnen Heerteile befehligen von den Grafen Adolf von Holstein, Günzel von Schwerin, Rainold von Ditmarsen und Christian von Oldenburg. mehr…

Schlachten im Spätmittelalter

1167 Schlacht bei Frascati (Tusculum; 30. Mai)

1167 Einnahme von Rom

1176 Schlacht bei Legnano (29. Mai)

1177 Seeschlacht bei Pirano

1178 Schlacht bei Stillfried (26. August)

Der deutsche König Rudolf von Habsburg unternahm einen Feldzug gegen den aufständischen Ottokar, König der Böhmen, über den er zuvor die Reichsacht ausgesprochen hatte. Das Heer von Ottokar bestand aus 12.000 Mähren, 10.000 Böhmen und Söldnern aus Bayern. Außerdem befanden sich darunter noch Hilfstruppen aus Rotpreußen, Pommern, Polen, Sachsen, Schlesien, Brandenburg und der Lausitz, die zusammen 20.000 Mann ausmachten. Mit seinen insgesamt 45.000 Soldaten machte sich Ottokar auf zur Belagerung von Laa. weiter…

1208 Niederlage der Bulgaren

Nachdem der bulgarische König Calo Johann gestorben war, führte sein Neffe Phrorilus den Krieg gegen die Franken fort. Mit einem zahlreichen Heer überquerte er die bulgarische Grenze. In einer blutigen Schlacht gegen das Heer von Kaiser Heinrich VI. wurde er am 30. Juli vernichtend geschlagen und bis in das Innere seines Landes verfolgt. [2, S. 411]

1214 Schlacht bei Bouvines (27. Juli)

1227 Schlacht bei Bornhovet (22. Juli)

Das deutsche Reich geriet durch den Besitz von Nordalbingien in einen hartnäckigen Krieg mit dem König Waldemar von Dänemark. Dieser wurde durch die mächtigen Welfen unterstützt, die den Staufern feindlich gesinnt waren.

Am 22. Juli kam es bei Bornhovet in Holstein zu einer entscheidenden Schlacht zwischen dem dänischen und dem deutschen Heer. Auf der Seite des Dänenkönigs Waldemar kämpfte dessen Neffe, Herzog Otto von Braunschweig. Auf Seite der Deutschen kämpften die Grafen von Schaumburg und Schwerin, der Herzog Albert von Sachsen, der Erzbischof von Bremen und die Lübecker unter ihrem tapferen Anführer Aleander von Salzwedel.

Die Schlacht war eine Zeit lang unentschieden bis sich die Ditmarschen, die den Dänen nur ungern gehorchten, zur Flucht wandten. Daraufhin flohen viele weitere Dänen und ihre Niederlage war so entscheidend, dass bis zu 4.000 Dänen dabei den Tod fanden. Herzog Otto wurde gefangen genommen und König Waldemar verlor ein Auge. Er konnte dem Tod nur deshalb entgehen, weil ihn ein Ritter auf sein Pferd nahm und auf unbekannten Wegen nach Kiel brachte. [2, S. 461f]

1234 Schlacht bei Altenesch (28. Mai)

Der Stamm der Stedinger wohnte damals von Oldenburg und Bremen südwärts um die Hunte und Jade bis ans Meer. Sie wollten ihre Freiheit bewahren und weigerten sich deshalb, den Gesetzen des Lehnswesen zu folgen und zahlten den von der Kirche auferlegten Zehnten nicht.

Daher rief Papst Gregor IX. zu einem Kreuzzug gegen die Stedinger auf. Nach einem mehreren Jahre andauernden Krieg versammelten die Fragen von Holland, Brabant, Lippe, Kleve und Geldern ein gewaltiges Heer mit 40.000 Soldaten, um gegen die Stedinger zu ziehen. Bei Altenesch hatten die Stedinger unter ihren tapferen Anführern Thammo von Huntorp, Bolko von Bardenflet und Detmar von Dieke Stellung bezogen. Es kam zu einer blutigen Schlacht, in der 4.000 Stedinger getötet wurden und das Heer kompleet auseinander gesprengt wurde. Die restlichen Soldaten flohen zu den Friesen und unterwarfen sich dort. [2, S. 469]

1234 Schlacht an der Sirgune (Fluss „Sorge“)

Papst Gregor IX rief einen weiteren Kreuzzug gegen die heidnischen Preußen aus. An diesem beteiligten sich zahlreiche Fürsten aus Norddeutschland: Herzog Heinrich von Breslau vereinigte sich mit dem Heer des Deutschordens unter Hermann von Salza. Unter Herzog Konrad von Masovien marschierten 4.000 Soldaten; dessen Sohn Herzog Kasimir von Cujavien befehligte 2.000 Soldaten, Herzog Wladislaus von Großpolen 2.200. Die beiden Brüder Sambor von Pommern und Herzog Swätopolk rückten mit 5.000 Soldaten an. Insgesamt zählte das Kreuzheer somit 20.000 Mann. mehr…

1237 Schlacht bei Cortenuova

1241 Schlacht bei Liegnitz (9. April) (wichtig)

1241 Seeschlacht bei Melora

1246 Schlacht bei Frankfurt am Main (5. August)

Der Papst hatte dem deutschen König mit Heinrich Raspe einen Gegenkönig, Wilhelm, aufgestellt. Ende Juli 1246 zog dieser Gegenkönig zog mit seinen Anhängern nach Frankfurt, um dort einen Reichstag abzuhalten. Aber König Konrad versammelte seine Truppen und zog mit diesen in Richtung Frankfurt. Vor den Toren der Stadt kam es zu einer Schlacht der beiden Könige.

Zunächst schien Konrad diese Schlacht für sich entscheiden zu können. Doch plötzlich wandten sich aus seinem Heer zwei schwäbische Grafen mit 2.000 Soldaten zur Flucht. Denn sie hatten vom Papst 6.000 Mark und die Aussicht auf das Herzogtum schwaben bekommen. Trotz dieser Flucht setzte Konrad seinen Kampf unbeirrt fort. Aber dann erschienen neue Truppen des Feindes auf dem Schlachtfeld, die den Sieg schließlich zu gunsten Heinrich Raspes entschieden. Nach immensen Verlusten musste König Konrad fliehen, wobei er sein Gepäck und die Zelte zurücklassen musste. [2, S. 512]

1252 Schlacht bei Oldenswort (auch: Eiderstedt; 29. Juni)

König Abel von Dänemark rückte mit einem dänischen Heer gegen die aufständischen Friesen vor, überschritt die Landesgrenzen und verwüstete Friesland über sechs Tage lang mit Feuer und Schwert. Währenddessen versammelten sich die Friesen mit dem festen Willen, entweder durch den Feind zu sterben oder ihr Land zu verteidigen.

Am 29. Januar wurden die Dänen von den Friesen angegriffen, woraufhin es zu einer Schlacht kam, in der die Dänen an die Eider zurückgedrängt wurden. Da die dänischen Schiffe aber schon geflohen waren, mussten sie sich in einem blutigen Kampf verteidigen. Aber die Friesen stürmten erbittert auf sie ein, bis das dänische Heer in Unordnung gebracht wurde. So wurden sie bis an den Etzendamm zurückgeschlagen, wo ihnen eine zweite Abteilung der Friesen in den Rücken fiel. Die Dänen erlitten eine vollständige Niederlage, in der auch König Abel selbst getötet wurde. [2, S. 541]

1256 Schlacht bei Alkmaar (auch: Hoogwoude, Leyden; 28. Januar)

Der deutsche König Wilhelm rüstete ein Heer mit 30.000 Mann, hauptsächlich Holländer, gegen die Westfriesen auf. Dieses versammelte er bei Alkmaar und zog mit ihm über das zugefrorene Berkmeer auf das Dorf Hoogwoude zu, wo der Hauptteil der westfriesischen Heeres lag. Die Westfriesen standen gekleidet in leichte Waffenröcke und bewaffnet mit Streitäxten, Wurfspießen und Piken bereit, das gegnerische Heer anzugreifen. mehr…

1257 Schlacht bei Mühldorf

König Ottokar II. von Böhmen forderte von von Herzog Heinrich von Bayern die Abtretung von Schärding und von Neuburg am Inn. Heinrich aber weigerte sich, worauf Ottokar mit seinem übermächtigen Heer aus Österreichern, Böhmen und Mähren in Bayern einfiel. Ottokar eroberte Neuburg und Schärding und ließ diese beiden Städte niederbrennen. Danach rückte er gegen Landshut vor. mehr…

1261 Schlacht auf der Lohheide (29. Juni)

Erich von Schleswig wagte einen Aufstand gegen den minderjährigen König Erich V. von Dänemark und dessen Mutter Margaretha. Erich und seine Mutter befanden sich in einem dänischen Heer, mit dem sie vorrückten und auf der Lohheide auf das Heer des Heinrich von Schleswig stießen.

Dort kam es zu einer Schlacht, in deren Verlauf die Dänen schon fast den Sieg errungen hatten. Dann aber wandte sich die Reiterei der Dänen unter Peter Findson und Ivar Tygeson plötzlich zur Flucht und ließen die Fußsoldaten ohne Unterstützung stehen. Dadurch konnten die Dänen geschlagen werden und sowohl König Erich V. als auch seine Mutter Margaretha wurden von Erich von Schleswig gefangen genommen. [2, S. 545]

1265 Schlacht bei Löbau

1268 Schlacht bei Ponte di Valle (25. Juni)

1278 Schlacht bei Stillfried (26. August)

1288 Schlacht bei Worringen (5. Juni)

Ein Streit um das Herzogtum Limburg entzweite den Herzog Johann von Brabant und den Graf von Luxemburg. Beide Männer legten einen Tag für ein Treffen fest, bei dem über ihre jeweiligen Ansprüche entschieden werden sollte. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass zu diesem Treffen nur Ritter auf Pferden und keine Fußsoldaten kommen durften. mehr…

1298 Schlacht am Donnersbühl (bei Bern, 2. März)

Das schweizerische Bern war zu dieser zeit sehr mächtig. Daher verbanden sich die Grafen von Greyerz und Neuenburg, der Bischof von Lausanne und viele Edelmänner aus dem burgundischen Helvetien mit der Stadt Freiburg, um Bern einzunehmen. Sie versammelten ein Heer von 8.000 Soldaten und marschierten in Richtung Bern. Nachdem sie die Aar und die Saane überquert hatten, verwüsteten sie die Umgebung von Bern. mehr…

1298 Schlacht bei Göllheim

Auf dem Wahltag am in Mainz wurde König Adolf abgesetzt. Dafür wurde Herzog Albrecht von Österreich zum deutschen König gewählt, was aber der bisherige König Adolf nicht hinnehmen konnte. Er beschloss, seine Königswürde bis auf den letzten Tropfen Blut zu verteidigen.

Herzog Albrecht wollte daraufhin sein Recht durchsetzen und belagerte Alzey. mehr…

1315 Schlacht bei Morgarten (15. November)

Herzog Leopold von Österreich hatte beschlossen, die Waldstädte wieder unter seine Herrschaft zu bringen und stellte beim Stein zu Baden ein großes Heer zusammen. Dort wurde in einem Kriegsrat beschlossen, die feindlichen Kantone Unterwalden, Uri und Schwyz von mehreren Seiten gleichzeitig anzugreifen.

Das Hauptheer von Herzog Leopold bestand aus 12.000 Rittern und Knappen. mehr…

1322 Schlacht bei Mühldorf

Der Streit zwischen den beiden deutschen Königen Ludwig von Bayern und Friedrich von Österreich sollte endlich durch offenen Kampf entschieden werden. Auf beiden Seiten wurden daher umfangreiche Vorbereitungen getroffen, indem so stark wie möglich aufgerüstet wurde. mehr…

1331 Schlacht auf der Lohheide (30. November)

Johann von Fermern stand im Krieg mit dem Grafen Gerhard von Holstein. Dabei wurde Johann von Fermern von seinem Halbbruder König Christoph II. von Dänemark unterstützt. Das Heer von Johann und Christoph war doppelt so groß wie das von Johann. Aber Gerhard von Holstein hatte viel Kriegserfahrung und zeichnete sich durch Tapferkeit aus. Am 30. November kam es zur Schlacht der beiden Heere.

Graf Gerhard bezwang das gegnerische Heer, trotz dessen zahlenmäßiger Überlegenheit, und tötete einen großen Teil der Soldaten. Die Dänen gaben die Schuld für ihre Niederlage den deutschen Hilfstruppen, die unter Herzog Erich von Sachsen zur dänischen Unterstützung in die Schlacht geführt wurden. Die Hauptursache scheint aber eher an der mangelhaften Führung der Feldherren gelegen zu haben. Herzog Erich von Sachsen konnte nach der verlorenen Schlacht noch nach Kiel fliehen, starb dort aber aufgrund an den Folgen einer Verletzung, die er sich auf der Flucht bei einem Sturz vom Pferd zuzog. Auch Graf Gerhard wurde bei dieser Schlacht schwer verletzt, überlebte aber. [2, S. 709f]

1339 Schlacht bei Laupen

1360 Schlacht bei Schorndorf

Kaiser Karl IV. hatte die Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg zu Landvogten erklärt. Die beiden Landvogte missbrauchten ihre Macht, indem sie die in ihrem Bezirk gelegenen Reichsstädte ausbeuteten. Die Reichsstädte wiederum klagten beim Kaiser gegen die Bedrückungen. Daraufhin forderte der Kaiser die Landvogte auf, die Bedrückungen zu unterlassen. mehr…

1385 Schlacht bei Sempach

1388 Schlacht bei Näfels

1388 Schlacht bei Döffingen (24. August)

Während des deutschen Städtekriegs (1387-1389) kam es zu einer Schlacht zwischen dem Grafen Eberhard von Württemberg und den Reichsstädten Esslingen und Reutlingen. Als Eberhard die beiden Städte Esslingen und Reutlingen bedrohte, riefen diese ihre verbündeten Städte zu Hilfe: mehr…

1403 Schlacht am Speicher (Vögelinsegg)

1405 Schlacht am Stoß

1421 Schlacht bei Kuttenberg (25. Dezember)

1422 Schlacht bei Deutschbrod (8. Januar)

1426 Schlacht bei Außig (16. Juni)

Während der Hussitenkriege wurde am 16. Juni 1426 eine bedeutende Schlacht bei Aussig (gelegen in Nordtschechien in der Nähe der Grenze zu Sachsen) ausgefochten. Die Hussiten zogen nach Meißen und belagerten die Stadt Außig. Die Besatzung der Stadt verteidigte sich energisch,wurde aber so stark bedrängt, dass die sächsischen Grafen von Weiden, von Schwarzburg und von Vitzthum ein Heer von 36.000 Mann zusammenstellten und der Stadt als Unterstützung schickten. mehr…

1431 Schlacht bei Riesenberg

Kaiser Sigismund hatte mit Hilfe des Kardinals Julian ein neues Kreuzheer gegen die Hussiten in Deutschland zusammengebracht. Dieses bestand aus 90.000 Fußsoldaten, 40.000 Reitern und zahlreiche Kriegs- und Belagerungsmaschinen. Den Oberbefehl über das mächtige Heer hatte der Kurfürst Friedrich von Brandenburg. Das Reichsheer begann mit der Verwüstung des Pilsner-, des Prachiner- und des Ellbognerkreisses.

Um die schreckliche Zerstörung durch die Deutschen aufzuhalten, eilte Procop erneut herbei mit einem Heer von 5.000 Reitern, 50.000 Fußsoldaten, 3.600 Kriegswagen und vielen Kriegsmaschinen (Geschützen). Auf einer Anhöhe bei Riesenberg hörten die Deutschen endlich auf die Ermahnungen des Kardinals Julian und verschanzten sich hinter einer Wagenburg.

Als der gefürchtete Procop mit seiner Streitmacht anrückte, ergriffen die Deutschen erneut Flucht und ließen ihre Wagenburg und ihre Geschütze zurück. Die Hussiten setzten erneut hinter den Fliehenden her und erschlugen 18.000 Männer. Dieses schreckliche Massaker dauerte, bis sie Regensburg erreichten. [2, S. 1057f]

1434 Schlacht bei Lipan (tschechisch Lipany – 30. Mai)

Die Calixtiner (=gemäßigte Hussiten) hatten sich endlich den Beschlüssen der Basler Kirchenversammlung unterworfen und sich mit den Böhmen gegen die Taboriten (=radikale Hussiten) verbündet. Gemeinsam wollten sie die Taboriten vollständig zerschlagen. An der Spitze des böhmischen Adels stand Graf Mainhard von Neuhaus, dessen Heer aus 1.000 Reitern, 10.000 Fußsoldaten und 700 Kriegswagen bestand. mehr…

1443 Schlacht bei Freienbach (22. Mai)

1443 Schlacht am Hirzel (24. Mai)

1443 Schlacht bei St. Jakob auf dem Sihlfeld (22. Juli)

1444 Schlacht bei St. Jakob an der Birs

1446 Schlacht bei Ragaz (6. März)

1459 Schlacht bei Körmend

1459 Schlacht bei Pinkafeld

1466 Schlacht bei Klattau (22. September)

Durch die Umtriebe des Papstes Pius II. empörte sich der katholische Teil der Böhmen gegen ihren König Georg. Die schrecklichen Kriegsszenen der Hussitenkriege kamen somit wieder in das Gedächtnis der Menschen.

Die katholischen Böhmen wurden vom Burggrafen von Sternberg angeführt und vereinigten sich mit dem deutschen Kreuzheer, das von Hynek von Lichtenberg geführt wurde. Gemeinsam zogen sie plündernd durch das Land und verschanzten sich in einer Stellung in den Bergen bei Klattau. König Georg auf der anderen Seite sandte den Feldherren Janowsky mit einem eilig zusammengerauften Heer gegen die Feinde.

Janowsky erstieg mit seinen Truppen die Berge und eroberte die Verchanzungen der Feinde an einem nebligen Morgen. Der Kampf war hartnäckig und dauerte bis in den Abend hinein. Am Ende wurden die Truppen der Böhmen und Deutschen besiegt und flohen nach Teinitz. [2, S. 1218f]

1476 Schlacht bei Granson (3. März)

1476 Schlacht bei Murten (22. Juni)

1478 Schlacht bei Giornico (26. Oktober)

1482 Schlacht bei Bruk an der Leitha

1490 Eroberung von Stuhlweißenburg

Quellen

  1. Kausler, Franz Georg Friedrich von: Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker. Dritter Band: Von dem Untergange des weströmischen Reiches bis zum Anfange der Kreuzzüge. Im Verlag der Stettin’schen Buchhandlung. Ulm, 1829.
  2. Kausler, Franz Georg Friedrich von: Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker. Vierter Band: Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts. Im Verlag der Stettin’schen Buchhandlung. Ulm, 1833.

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