Heraldik

Wappenkunde

Heraldik oder Wappenkunde wird in 3 Wappenarten unterteilt: persönliche, Familien- und Landeswappen. Die Geschichte der Wappen ist lang und auch heute noch zieren verschieden Zeichen, Muster und Bilder die Wappen mancher adligen Familie.Zeichen und Bilder auf Schilden und Helmen kamen schon in der Antike unter Moses auf (4. Buch Moses), die Griechen und Römer sprachen von Gemälden und Kunstarbeiten auf Schilden und Helmen, auch die alten Germanen trugen in Schlachten gewisse Zeichen voran.Die heutige Heraldik entstand jedoch erst zu Zeiten der Ritterturniere, da die ältesten Grabmäler mit Wappen aus dem 11. Jahrhundert stammen. Das älteste Grabmal mit Wappen soll Wahrmund, Grafen von Wasserburg, in der Kirche St.-Emmeran zu Regensburg gegeben worden sein, mit der Aufschrift „Anno domini MX.“. Dies ist eine Ausnahme, da die meisten Gräber mit Wappen erst im 12. Jahrhundert auftauchten.Der erste Papst, dem ein Wappen nachgewiesen werden kann, ist Bonifaz VIII., 1294 – 1303, alle früheren päpstlichen Wappen sind Erfindungen der späteren Zeit, auf Münzen prägte man die ersten Wappen im 13. Jahrhundert.

Inhalt

Verbreitung in Europa

Der Ursprung des Wortes „blason“, der Name der Wappenkunde im Französischen, Englischen, Italienischen und Spanischen, lässt sich höchst wahrscheinlich auf das deutsche Wort „blasen“ zurückführen, da bei jedem Turnier, wenn ein neuer Ritter erschien, ein Herold in die Trompete blasen musste. Da die Ritter mit geschlossenem Visier auftraten, musste der Herold das Wappen oder Schild deuten, daher stammt auch der Name Heraldik. Da beim Wappen erkennen geblasen wurde, wird es noch heute im deutschen Wappen ausblasen genannt. Das Trompeten bei solch Turnieren kann durch die alten Gedichte und Geschichten bewiesen werden und bei großer Turnierfähigkeit wurde häufig das Wappen des jeweiligen Ritters auch dementsprechend geschmückt, um aller Welt seiner Taten und Fähigkeiten zu bekunden. Dieser Brauch wurde von Deutschland nach Frankreich getragen, in Frankreich wurde die Heraldik jedoch viel weiter ausgebildet, denn „blasonner“ bedeutet nicht nur die Auslegung des Wappens, sondern auch deren Anpreisung. Da zu der Zeit die Normannen in England herrschten und diese am Hofe französisch sprachen erhielten sich auch dort viele französische Kunstbegriffe, die deutsche Heraldik hingegen hat fast ausschließlich deutsche Kunstwörter.

Entwicklung der Schilder und Wappen

Die Farben der Schilde haben eine Geschichte bis zu den Germanen reichend, sie gaben den Schilden unterschiedliche Farben und diese Tradition setzte sich bei den Turnieren des Mittelalters wieder durch. Die Aufgabe der Ritter bestand in der Verteidigung von Ehre und verschiedenen edlen Damen, somit hatte das Schild die Farbe für diese eine Frau, da es im Mittelalter jedoch üblich war, dass ein Ritter mehrere Frauen beschützte wurden die Schilde geteilt und bunt gestaltet.Im 11. Jahrhundert, zu Beginn der Kreuzzüge ins gelobte Land, waren die Wappen von weitaus größerer Bedeutung, da die Ritter und Heere sich unterscheiden mussten in Nationalitäten und Geschlechter, die Wappen wurden dann nach den glorreichen Taten der einzelnen Trupps gestaltet, oft aber auch nach der blühenden Phantasie einzelner Heeresführer.

Regeln der Heraldik

Praktische Heraldik. Heraldik ist eine Hilfswissenschaft, die zum Anwenden gelernt wurde. Die Theorie der Heraldik braucht keine praktischen Regeln, nützlicher sind praktische Beispiele verschiedenster Art, da musterhaft aufgebaute Heraldik die gesamte Verfahrensart mit einem Blick erkennen lässt.

Praktische Regeln. Alle praktischen Arbeiten der Heraldik lassen sich in vier Teile einordnen, ein jedes Wappen muss blasoniert, historisiert und kritisiert werden, um dann neue Wappen zu erfinden (ausblasen) oder weiterzuentwickeln zu können.

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