Die Päpstin

Infos: Historiendrama von Sönke Wortmann aus dem Jahre 2009.

Handlung: Johanna wird als Kind in einer ländlichen Gegend in Deutschland geboren. Sie und ihre Mutter leiden in der frauenfeindlichen Einstellung ihres Vaters. Als ihr Bruder es nicht schafft, einen Gesandten der Kirche davon zu überzeugen, dass er die Schule besuchen darf, sieht Johanna ihre Chance gekommen und liest aus einem Buch auf Lateinisch vor. Der Gesandte wählt sie aus, die Schule zu besuchen.
Dort hat sie es aber auch nicht leichter: Hohn und Erniedrigung begleiten das Mädchen auf ihrem Gelehrtenleben. Nur ein Ritter ist ihr gnädig gestimmt, nimmt sie bei sich auf und erkennt ihren Intellekt.

Als sie Jahre später als Mann verkleidet in ein Kloster eintritt, lebt sie unter ständiger Angst, entlarvt zu werden. Sie muss fliehen, als sie erkrankt und einer Untersuchung unterzogen werden soll. Als sie in Rom, immer noch als Mann getarnt, autaucht, überzeugt sie durch ihr Heilwissen den Papst, sein Leibarzt zu werden. Nach dem Tod des Papstes wird Johanna selbst zur Päpstin gewählt und wird als umsichtiger und gerechter Papst verehrt. Als ihr früherer Gönner wieder auftaucht und sie schwanger von ihm wird, muss sie sich entscheiden: Will sie ihr Leben als Papst weiterführen oder mit dem Ritter flüchten?

Subjektive Bewertung: Eher ruhiger, beklemmender Film, der nicht mit der Effekthascherei von Hollywood-Produktionen arbeitet. Es geht hierbei mehr um die Geschichte und das Leben von Johanna. Um ihre Kindheit, die Unterdrückung der Frau und ihre Ängste, entdeckt zu werden. Nicht zu übersehen ist die Message des Films, dass Johanna eine bessere „Päpstin“ war, als so mancher männliche Papst. Auch wird die Theorie unterstützt, dass ihr Name absichtlich von neidischen Widersachern aus den Geschichtsbüchern entfernt wurde.

Insgesamt ein sehr sehenswerter Film für Leute, die an Mittelalter, dramatischen Liebesgeschichten oder an der Unterdrückung der Frau interessiert sind.

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