Karolingerzeit

Die Zeit der Karolinger

Die Karolinger waren ein Herrschergeschlecht, das von 751 bis 843 das Frankenreich als Könige und Kaiser regierte. Das Frankenreich umfasste damals weite Teile Mitteleuropas; darunter auch das Gebiet des heutigen Deutschlands.
Im Jahre 843 wurde das Frankenreich geteilt in Ostfrankenreich, Westfrankenreich und Lothringen. Das Ostfrankenreich, das große Teile Deutschlands umfasste, existierte bis zum Jahre 911. Dann endete auch die Ära der Karolinger auf dem damaligen Gebiet Deutschlands und es begann die Herrschaft der Ottonen.
 
Die Karolingerzeit dauerte dementsprechend von 751 bis 911 (zumindest im Ostfrankenreich; im Westfrankenreich dauerte die Karolingerzeit bis 987).
 

Der Name Karolingerleitet sich aus dem Namen „Karl“ ab. Damit waren ursprünglich die Nachfahren Karls des Großen gemeint. Der Name Karolinger kam jedoch erst später auf. Die nahen Zeitzeugen und Geschichtsschreiber nach Karl dem Großen sprachen zunächst lediglich von den Nachfahren Karls als „Karle“ oder „Karls“, bis sich mit der lateinischen Sprache Formen von „Karlenses“ bis „Karolingi“ entwickelten und sich irgendwann später schließlich der Begriff „Karolinger“ durchsetzte.

Die Karolingische Renaissance

Die Karolingerzeit wird als kulturelle Blütezeit nach dem „dunklen“ Frühmittelalter angesehen. Besonders Karl dem Großen werden viele Errungenschaften zugeschrieben, die zum Begriff der „Renaissance“ für diese Zeit führten. Karl der Große legte besonderen Wert auf die Erschaffung eines Bildungswesens, durch das ermöglicht wurde, die lateinische Sprache, die Literatur, das Buchwesen und die Baukunst zu fördern. Noch Heute existiert bspw. in Lorsch ein Gebäude aus dieser Zeit.
 
Der Begriff Renaissance kommt übrigens vom französischen „Wiedergeburt“. Gemeint wird damit hauptsächlich die Epoche direkt nach dem Mittelalter (besonders aber das 15. und 16. Jahrhundert). Mit dem Begriff soll beschrieben werden, dass im 15. Jahrhundert sozusagen eine Wiedergeburt der antiken Kunst und Kultur stattgefunden habe, nachdem zuvor rund 1.000 Jahre das „dunkle Mittelalter“ herrschte, in dem Wissenschaft, Kunst, Kultur und Zivilisation niedergingen. Und inmitten dieser dunklen Zeit, die von ca. 500 bis ca. 1500 dauerte, erschufen die Karolinger um das Jahr 800 herum eine Hochzeit der Wissenschaften und Künste.

Quelle:

  • Dieser Artikel wurde aus dem Gedächtnis verfasst. Einen tieferen Einblick in die Welt der Karolinger bietet dieses Buch:

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